Permalink

Medizinstudium: Endstation Sektionssaal

In den letzten Jahren melden sich in den Anatomischen Instituten vieler Universitäten mehr Personen als Körperspender, als in den Anatomischen Kursen letztendlich gebraucht werden. Auch Frankfurt gibt es ein Überangebot an von Körperspende-Willigen. Wie der Frankfurter Fachbereich und andere Universitäten mit dieser Situation umgehen, lesen Sie mehr dazu im SPON-Beitrag: „Leichen über Leichen“

Die Beisetzung der Körperspender an unserem Fachbereich findet am 26.06.2012 um 13:00 Uhr statt. Für die Gestaltung der Trauerfeier werden noch Studierende gesucht, die einen musikalischen Beitrag leisten möchten. Mehr dazu lesen Sie demnächst auf „PULS.“.

Bettina Wurche

Permalink

Der neue Histo-Saal in Haus 28

Der derzeitige Histologie-Saal wird abgerissen und an seiner Stelle ein Parkhaus errichtet.

Der neue Histologiesaal (mit Teddyklinik)

Der neue Histologiesaal (mit Teddyklinik)

Der neue Histologie-Saal liegt im Sousterrain der neu erbauten Dermatologischen Klinik in Haus 28.
Er ist sowohl über Treppen als auch über einen Fahrstuhl erreichbar. An beiden Kopfseiten sind Doppelflügeltüren, an der rechten Seite sind über die ganze Länge des Raums 5 große Doppelflügel-Fenster verteilt.
Die Waschräume liegen im Vorraum.
Der große Raum ist nicht sehr hoch, aber dafür die Decke etwas Besonderes:
Unter der eigentlichen Decke befindet sich nämlich eine durchbrochene Zwischendecke, in der eine indirekte Beleuchtung montiert ist. Tageslicht und indirekte Deckenbeleuchtung geben dem Raum ein sehr angenehmes Licht.

Jetzt darf man gespannt darauf warten, wie er voll eingerichtet aussehen wird. Weiterlesen →

Permalink

Famulatur: Die Mikrobiologie, der Darm und die Brain-Gut-Microbiobe-Axis

Wie wählen Medizinstudierende eigentlich ihre Famulatur-Stellen aus?
Giulia Enders studiert Medizin im 2. klinischen Semester und hat in diesem Jahr mit einer furiosen Performance mehrere Science-Slam-Wettbewerbe gewonnen.
Im “PULS.“-Interview erzählt sie, warum sie ihre Famulatur in der Medizinischen Mikrobiologie und Krankenhaushygiene absolviert und welche Erfahrungen sie dort macht.

PULS.: „Frau Enders, warum haben Sie sich für eine Famulatur in der Medizinischen Mikrobiologie und Krankenhaushygiene entschieden?”

G. E.: „Weil mich das Fach sehr interessiert. Bei einigen Krankheiten sind die Ursachen unbekannt und es gibt auch keine Hinweise auf Vererbung. Irgendwie denke ich, gerade in solchen Bereichen werden wir noch einiges von der Mikrobiologie hören… das finde ich spannend und wäre gerne so nah dran wie möglich. Außerdem gehört die Mikrobiologie ja zur magischen Trias um mein Lieblingsthema der Brain-Gut-Microbiobe-Axis, also der Verbindung von Hirn, Darm und Darmflora. Um dieses Thema gibt es einen kleinen bunten Kreis an Forscherteams, die größtenteils aus den Bereichen Neurowissenschaften, Gastroenterologie und eben der Mikrobiologie kommen. Neuro kenne ich schon ein bisschen, Mikrobiologie reizt mich im Moment am meisten. Ich habe bei meiner Famulatur ziemlich Glück, eine sehr gute Betreuung zu haben. Weiterlesen →

Permalink

Hochschulpolitik: Kein Pflichttertial Allgemeinmedizin im PJ

Der Bundesrat hat am 11.05.2012 das in der Novelle der ÄApprO vorgesehene Pflichttertial in Allgemeinmedizin abgelehnt. Die Vertreter der Länder haben sich mehrheitlich gegen diesen Vorschlag zur Stärkung der Allgemeinmedizin ausgesprochen.
Die Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) und andere Verbände hatten den Vorschlag für ein allgemeinmedizinisches Pflichttertial oder -quartal unterstützt, um dem Hausärztemangel, der bereits jetzt vor allem im ländlichen Bereich besteht und sich in den nächsten Jahren erheblich verschärfen dürfte, entgegen zu wirken.

„Herr Prof. Dr. Gerlach, der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität, sagte dazu in seiner Funktion als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin im Gespräch mit der FAZ: “Im übrigen Europa hat die Ausbildung in der Allgemeinmedizin ungleich stärkeres Gewicht, diesen Entwicklungsrückstand gilt es aufzuholen“. “Die Studenten werden in hochspezialisierten Universitätskliniken ausgebildet, die rund 0,5 Prozent der Patienten in Deutschland versorgen. Ihr späterer Arbeitsalltag sieht indes ganz anders aus. Sie sollten die Gelegenheit erhalten, dies konkret zu erfahren.” Er wünscht sich, wie auch alle anderen Vertreter seines Faches, eine Stärkung der Allgemeinmedizin. Aber nicht in der der zurzeit von den politischen Gremien favorisierten Form eines Zwangstertials, sondern wie von der DEGAM vorgeschlagen mit einer schrittweisen größeren Neustrukturierung des PJ.““ („PULS.“: „Medizinstudium: Pflichttertial Allgemeinmedizin?“). Weiterlesen →

Permalink

Teddyklinik: Erste Impressionen aus der Teddyklinik 2012

Operation am Bärenbauch

Operation am Bärenbauch

Über 1300 Kinder und 1300 Kuscheltiere haben in diesem Jahr die Teddyklinik besucht.

Die Idee der Teddy Bear Hospitals kommt aus Norwegen, mittlerweile gibt es sie in vielen Ländern weltweit.
Durch das Verarzten kranker Kuscheltiere wird Kindern spielerisch und trotzdem sehr ernsthaft die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern genommen. Die Hauptzielgruppe sind Kindergartenkinder.
In Frankfurt gibt es seit 5 Jahren Teddy-Doktoren, diesmal waren 100 Studierende im ärztlichen Dienst tätig.

Was in diesem Jahr in der Teddy-Klinik passiert und ob dort wirklich nur Bären behandelt werden, können Sie in der nächsten Woche auf „PULS.“ lesen. Weiterlesen →

Permalink

Interview mit Frau Prof. Fulda „Translationale Forschung ist Teamarbeit!!!“

Frau Prof. Dr. Simone Fulda ist seit 2010 die Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie am Klinikum der Goethe-Universität.
Seit Anfang dieses Jahres ist sie für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen worden. Der Wissenschaftsrat ist ein Gremium aus 24 Wissenschaftlern, acht Personen des öffentlichen Lebens sowie 22 Mitgliedern der Verwaltungskommission und berät die Regierungen von Bund und Länder bezüglich der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Sie ist eine engagierte Forscherin und Ärztin und setzt sich nachdrücklich für mehr junge MedizinerInnen in der medizinischen Forschung ein.

Interview:

„PULS.“:„Frau Prof. Fulda, Sie sind Kinderärztin und Onkologin. Von der Kinderärztin zur Krebsforscherin – ist das nicht eher ungewöhnlich? Wann in Ihrem Studium und aus welchen Gründen haben Sie sich für Ihre jetzige Forschungsrichtung entschieden?“
S. F.: „Ich habe mich schon während meines Studiums sehr stark für Forschung interessiert und dementsprechend auch eine experimentelle Promotion geschrieben. Während eines Semesters am Deutschen Krebsforschungszentrum und eines USA-Aufenthalts konnte ich dann noch verstärkt Erfahrung in der Forschung sammeln. Und dann habe ich mich während meiner Facharztzeit parallel zur Arbeit im klinischen Bereich habilitiert. Nach der Habilitation bekam ich ein Heisenberg-Stipendium, seitdem bin ich vollständig in der Forschung tätig.
Im Studium kommt die wissenschaftliche Arbeit oft zu kurz. Dabei ist es sehr wichtig, Studierende für die Forschung zu begeistern. Das Medizinstudium sollte keine Berufsausbildung sein.
Ich halte Forschung in der Medizin für sehr wichtig, denn: Medizin ist Wissenschaft!“ Weiterlesen →

Permalink

Aktuell: PJ-Messe in Haus 22

Heute ist in Haus 22 die PJ-Messe!!!!

15:00: Uhr: Herr Drolshagen „Einführungsveranstaltung zum PJ“ (22/1)
„Wie kann ich online wählen?“
„Was muss ich bei der Beantragung beachten?“
„Welche Unterlagen muss ich vor PJ-Beginn abgegeben haben?“
Herr Dr. Melamed (Prüfungswesen), Herr Kiess (Vorbereitung des Hammerexamens) und Herr Barta (Auslands-PJ) geben weitere wichtige Informationen.

Ab 16:30 Uhr: Foyer Haus 22 Weiterlesen →

Permalink

Interview Giulia Enders: „Darm mit Charme“

Giulia Enders studiert Medizin im 2. klinischen Semester.
Sie hat in diesem Jahr mit einer furiosen Performance mehrere Science-Slam-Wettbewerbe gewonnen.
Im “PULS.“-Interview gibt sie Einblicke in ihre Begeisterung für den Darm:
„Ich finde den Darm aber sehr cool: Er ist ein selbständiges Organ mit eigenem „Kopf“.“ (Zitat Giulia Enders).

Interview:
PULS.:Frau Enders, Sie sind die diesjährige Gewinnerin mehrerer Science-Slam-Wettbewerbe und haben dort mit Ihrem unterhaltsamen und inhaltsreichen Beitrag zur medizinischen Forschung brilliert. Wie sind Sie zum Medizinstudium gekommen?
G. E.: „Das war eine recht kurzfristige Entscheidung. Wenn man jung ist denkt man ja erst mal, man sei unzerstörbar, Krankheit und Tod sind da nicht so die Hauptthemen. Ich habe allerdings mit 17 Neurodermitis bekommen und musste mich um sehr viele Informationen zur Krankheit und ihren Behandlungsmöglichkeiten selbst kümmern. Dabei habe ich dann gemerkt, dass mich das ganze Gebiet der Medizin wahnsinnig interessiert, ich wollte immer mehr wissen. Und ich konnte die Texte auch dann noch lesen, wenn ich gerade total müde war oder mich nicht gut fühlte. So kam ich auf die Medizin. Weiterlesen →