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	<title>puls. &#187; Vorgestellt</title>
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	<description>News-Magazin des FB Medizin der Goethe-Uni</description>
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		<title>StarterKit: Informationen zum BAFög</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Oct 2013 09:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vorklinik]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgestellt]]></category>

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		<description><![CDATA[BAföG-Beratung im FB Medizin Die BAföG-Beauftragen des FB Medizin sind Prof. Dr. Heiko Mühl, Tel: 069/6301-6962, E-Mail: h.muehl@em.uni-frankfurt.de und PD Dr. Andreas von Knethen, Tel: 069/6301-6989, E-Mail: v_knethen@zbc.kgu.de. Sie sind erreichbar in der gemeinsamen Sprechstunde: Montags 14 &#8211; 16 Uhr, &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/starterkit-informationen-zum-bafog">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BAföG-Beratung im FB Medizin</strong></p>
<p><a title="BAföG Beratung im FB Medizin Goethe-Universität" href="http://www.med.uni-frankfurt.de/stud/bafoeg/index.html" target="_blank">Die BAföG-Beauftragen des FB Medizin</a> sind<br />
Prof. Dr. Heiko Mühl, Tel: 069/6301-6962, E-Mail: <a href="mailto:h.muehl@em.uni-frankfurt.de">h.muehl@em.uni-frankfurt.de</a><br />
und<br />
PD Dr. Andreas von Knethen, Tel: 069/6301-6989, E-Mail: <a href="mailto:v_knethen@zbc.kgu.de">v_knethen@zbc.kgu.de</a>.<img title="Weiterlesen..." alt="" src="https://puls.meertext.eu/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>Sie sind erreichbar in der gemeinsamen Sprechstunde:<br />
Montags 14 &#8211; 16 Uhr, Haus 74, 2. OG, Raum 2.303</p>
<p>Unter „Studieren am FB“/“Studienfinanzierung“ finden Sie mehr Informationen zum Thema BAföG.</p>
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		<title>Johann Andreas Eisenbarth „Dr.“ Eisenbarth – Wanderchirurg und Okulist</title>
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		<pubDate>Mon, 27 May 2013 09:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgestellt]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich bin der Doktor Eisenbarth, widewidewitt, bum bum, Kurir die Leut nach meiner Art, widewidewitt, bum bum […]“ so geht ein bekanntes Spottlied über den Wanderchirurgen Johann Andreas Eisenbarth. Entgegen dem Spottlied, das ihn als Kurpfuscher verhöhnt, war Eisenbarth ein &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/johann-andreas-eisenbarth-dr-eisenbarth-wanderchirurg-und-okulist">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>„Ich bin der Doktor Eisenbarth,<br />
widewidewitt, bum bum,<br />
Kurir die Leut nach meiner Art,<br />
widewidewitt, bum bum […]“</i><br />
so geht ein bekanntes Spottlied über den Wanderchirurgen Johann Andreas Eisenbarth.</p>
<p>Entgegen dem Spottlied, das ihn als Kurpfuscher verhöhnt, war Eisenbarth ein sehr angesehener Wundarzt und Okulist (Starstecher) seiner Zeit.<br />
Damals war die Chirurgie ein Handwerksberuf, und wurde nicht studiert, sondern wie ein Handwerk erlernt. Ein Okulist führte vor allem den „Starstich“ aus: eine einfache Operationsmethode zur Behandlung des Grauen Stars. Dabei wird mit einer „Starstichnadel oder einem schmalen Messer in das Auge gestochen und die getrübte Linse weggeschoben. Ohne die Trübung kann der Patient oft wieder sehen, ohne die fehlende Linse allerdings mit einer starken Übersichtigkeit. Durch die hygienischen Mängel kam es nach derartigen Operationen oft zu schweren Infektionen.<span id="more-7770"></span>Johann Andreas Eisenbarth wurde 1663 in Oberviechtach geboren.<br />
Im Alter von 10 Jahren ging er bei seinem Schwager Alexander Biller in die Lehre und lernte Chirurgie und Wundarzneikunde. Biller war ein erfolgreicher Okulist, Steinschneider (Chirurg zur Entfernung von Blasensteinen) und Bruchschneider (Chirurg für Leistenbrüche) in Bamberg.<br />
Eisenbarth legte nach mehr als 10-jähriger Lehr- und Wanderzeit sein Gesellenstück ab: Einen Starstich bei einem 50-jährigen Mann (<a title="wikipedia: Johann Andreas Eisenbarth" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Andreas_Eisenbarth" target="_blank">wikipedia: Johann Andreas Eisenbarth</a>).<br />
Dann reiste er als Wanderchirurg in Deutschland umher und praktizierte seine Handwerk auf Jahrmärkten, dabei kam er auch regelmäßig nach Frankfurt am Main.</p>
<p><a title="br: Zwischen Spessart und Karwendel" href="http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/eisenbarth-100.html" target="_blank">Prof. Marion Ruisinger (Deutschen Medizinhistorisches Museum Ingolstadt</a>) zitiert aus einem historischen Lehrbuch der Chirurgie die Voraussetzungen, die ein Chirurg um 1700 haben musste: &#8220;Er soll jung sein, eine ruhige Hand haben, darf nicht zittern, muss scharfe Augen haben, muss rechts- und linkshändig sein, aber ganz besonders wichtig war, dass er dieser Situation gewachsen war, der Operation, bei der der Patient laut schrie. Und deswegen muss er unerschrocken sein, und wo es nötig, unbarmherzig.&#8221;</p>
<p>Wegen der großen Infektionsgefahr reisten die meisten Chirurgen schnell weiter, ohne Genesung oder Tod der behandelten Patienten abzuwarten. Johann Andreas Eisenbarth hingegen soll oft die Genesung der von ihm Operierten abgewartet haben und kam regelmäßig wieder in die gleichen Städte. Das spricht dafür, dass er gewissenhaft arbeitete und vielen seiner Patienten tatsächlich half.<br />
Durch seine Geschicklichkeit und sein Wissen gewann er hohes Ansehen als Wundarzt und Starstecher und wurde schließlich zum Augenarzt am Preußischen Hof ernannt: 1716 war er vom preußischen König Friedrich Wilhelm I. nach Stargard gerufen worden, um einen  preußischen Offizier zu behandeln. Ihm war am rechten Auge eine Kugel in den Kopf eingedrungen. Eisenbarth schnitt die Kugel am linken Auge erfolgreich aus dem Kopf heraus und wurde daraufhin Anfang 1717 zum preußischen Hofrat und Hof-Augenarzt ernannt (<a title="wikipedia: Johann Andreas Eisenbarth" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Andreas_Eisenbarth">wikipedia: Johann Andreas Eisenbarth)</a>,</p>
<p>Der Wanderchirurg Eisenbarth hatte durch seine umfassenden Privilegien (Rechte) ein großes Einzugsgebiet für seine Betätigung und bekam sogar die Erlaubnis, eigene Wundarzneien herzustillen und zu vertreiben. Allerdings durfte er nur Arzneien zur äußeren Anwendung produzieren, denn die Innere Medizin lag im Zuständigkeitsbereich der studierten Mediziner.<br />
Erst nach Eisenbarth – vielleicht sogar durch seinen Einfluss &#8211; wurde aus dem Chirurgenhandwerk eine akademische Ausbildung (<a title="Vorgestellt: Lorenz Heister – „Erfinder der Chirurgie“" href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-lorenz-heister-erfinder-der-chirurgie/" target="_blank">puls.: „Vorgestellt: Lorenz Heister – „Erfinder der Chirurgie“</a>“).</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Presseschau: Verfolgte Hochschullehrer an der Medizinischen Fakultät Frankfurt</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2012 10:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgestellt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die grausame Verfolgung von Juden und anderen Menschen unter dem nationalsozialistischen Unrechtsregime machte auch nicht vor den jüdischen Ärzten in Frankfurt halt. Eine Ausstellung im Universitätsarchiv  zeigt jetzt die Ergebnisse einer Recherche zum Schicksal „verfolgter Lehrender an der Medizinischen Fakultät“ &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/presseschau-verfolgte-hochschullehrer-an-der-medizinischen-fakultat-frankfurt">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die grausame Verfolgung von Juden und anderen Menschen unter dem nationalsozialistischen Unrechtsregime machte auch nicht vor den jüdischen Ärzten in Frankfurt halt. Eine Ausstellung im Universitätsarchiv  zeigt jetzt die Ergebnisse einer Recherche zum Schicksal „verfolgter Lehrender an der Medizinischen Fakultät“ anhand der Biografien von Karl Herxheimer und Wilhelm Hanauer.</p>
<p>Der <a title="FR online: Menschen ohne Recht und Namen" href="http://www.fr-online.de/campus/verfolgung-juedischer-aerzte-menschen-ohne-recht-und-namen,4491992,16914314.html">FR-Artikel „Menschen ohne Recht und Namen“</a> stellt die Arbeit der Pädagogin und Historikern Katja Walter vor, auf deren Recherchen die Ausstellung basiert:<br />
Karl Herxheimer nahm bei Gründung der Frankfurter Universität 1914 den ersten Lehrstuhl für Haut- und Geschlechtskrankheiten an. Wilhelm Hanauer wurde als Privatdozent für „soziale Medizin“ von seinen Kollegen als „ungewöhnlich produktiver wissenschaftlicher Schriftsteller und eine in Frankfurt angesehene Persönlichkeit“ gelobt. Beide fielen trotz ihres hohen Ansehens bei den Bürgern der Stadt Frankfurt der Judenverfolgung zum Opfer: Die Universität hatte sich schon 1933 zur „Gleichschaltung“ entschlossen und jüdischen Hochschullehrer die Lehrbefugnis entzogen. Hanauer und Herxheimer überlebten diese unwürdige und demütigende Behandlung nicht lange: Hanauer starb schon wenige Jahre später, Herxheimer wurde 1942 nach Theresienstadt verschleppt und starb dort wenig später an Unterernährung und einer Infektion.<span id="more-5524"></span><br />
Katja Walter will mit ihrem Projekt an die beiden engagierten Mediziner erinnern. Neben der Ausstellung werden vor ihren ehemaligen Frankfurter Wohnsitzen bald sogenannte <a title="Stoplersteine" href="http://www.stolpersteine-frankfurt.de/dokumentation.html">Stolpersteine</a> an das Schicksal der verfolgten Ärzte erinnern.</p>
<p>Die Ausstellung „Verfolgte Lehrende an der Medizinischen Fakultät“ ist im Universitätsarchiv, Senckenberg Anlage 31 (Campus Bockenheim), von montags bis donnerstags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr geöffnet.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em><em></em></p>
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		<title>Vorgestellt: Heinrich Hoffmann und „Der Struwwelpeter“</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 08:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Gertrud Klauer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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		<description><![CDATA[Heinrich Hoffman-Straße heißt eine Straße des Frankfurter Universitätsklinikums und Medizincampus. Als Erklärung steht auf dem Straßenschild „Dr. Heinrich Hoffmann (* 1809 + 1894) Geheimer Sanitätsrat, Verfasser des Kinderbuchs „Struwwelpeter“)“ An der Heinrich Hoffmann-Straße liegen der Blutspendedienst, die Klinik für Psychiatrie, &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-heinrich-hoffmann-und-%e2%80%9eder-struwwelpeter%e2%80%9c">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Heinrich Hoffman-Straße heißt eine Straße des Frankfurter Universitätsklinikums und Medizincampus. Als Erklärung steht auf dem</p>
<div id="attachment_4327" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2012/02/Heinrich-Hoffman-Straße.gif"><img class="size-medium wp-image-4327" title="Heinrich-Hoffman-Straße" src="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2012/02/Heinrich-Hoffman-Straße-300x225.gif" alt="Heinrich-Hoffman-Straße" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Heinrich-Hoffman-Straße</p></div>
<p>Straßenschild „Dr. Heinrich Hoffmann (* 1809 + 1894) Geheimer Sanitätsrat, Verfasser des Kinderbuchs „Struwwelpeter“)“</p>
<p>An der Heinrich Hoffmann-Straße liegen der Blutspendedienst, die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und andere Einrichtungen der Uniklinik. Auch die dortige Straßenbahnhaltestelle trägt den Namen „Heinrich Hoffmann“ (mit dem Zusatz: Blutspendedienst).</p>
<p><strong>Wer war Heinrich Hoffmann?</strong></p>
<p>Heinrich Hoffmann (* 13. Juni 1809 in Frankfurt am Main; † 20. September 1894 ebenda) war ein Frankfurter Arzt, Psychiater, Buchautor und Lyriker. Sein bekanntestes Buch ist „Der Struwwelpeter“</p>
<p>Von 1829 bis 1832 studierte Hoffmann in Heidelberg und Halle Medizin, 1833 promoviert er. 1835 wurde er zum Arzt des Leichenschauhauses auf dem Friedhof in Sachsenhausen berufen und eröffnete daneben eine Praxis als praktischer Arzt und Geburtshelfer in Sachsenhausen. Von 1835 bis 1846 versorgte er außerdem in der der Armenklinik in der Meisengasse mittellose Patienten aus Frankfurt und der Umgebung. Zwischen 1844 und 1851 unterrichtete er am Senckenbergischen Institut Anatomie.<span id="more-4322"></span><br />
1851 wurde er zum Direktor der Anstalt für Irre und Epileptische in Frankfurt am Main, der sogenannten „Städtischen Nervenheilanstalt“, ernannt. Hoffmann gilt heute als einer der ersten Jugendpsychiater. In seinem Buch „<em>Der Struwwelpeter“ </em>gab er, nach Aussage der Universitätsklinik, „<a title="Uni-Klinik: Erstbeschreibung des hyperkinetischen Syndroms der Kinder" href="http://www.blogigo.de/epochenkurs/Dr.-Heinrich-Hoffmann-Arzt-in-Frankfurt/51/">wohl die Erstbeschreibung des hyperkinetischen Syndroms der Kinder</a>.“<em><br />
</em>Bis zu seiner Pensionierung 1888 engagierte er vor allem sich in der Verbesserung der Situation der psychisch Kranken: Er konnte durch sein hartnäckiges Auftreten den Neubau der städtischen Nervenheilanstalt auf dem Affensteiner Feld im damals noch unbebauten nördlichen Westend durchsetzen. Hoffmann entwarf ein Gebäude, das an den Bedürfnissen der Kranken ausgerichtet war und kümmerte sich dabei auch um Details wie die Größe der Schlafstuben und die Fenstervergitterung. Sein großes Engagement hatte Erfolg: 1864 wurde die neue Anstalt für Irre und Epileptische im Westend eröffnet. In dem weitläufigen Neubau gab es für die psychisch Kranken ein breit gefächertes Therapieangebot (<a title="Rolf Castell et al: Geschichte der Kinder- und Jugendpsychatrie..." href="http://books.google.de/books?id=LeTZG0cD-YwC&amp;pg=PA397&amp;lpg=PA397&amp;dq=heinrich+hoffmann+jugendpsychiatrie&amp;source=bl&amp;ots=RkDsm7Te1_&amp;sig=AZ6EUzge9I_C0B3mKx63WfaeGng&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=0OYrT9CFOIj5sgaS0aDtDA&amp;ved=0CCkQ6AEwAA#v=onepage&amp;q=heinrich%20hoffmann%20jugendpsychiatrie&amp;f=false">Rolf Castell et al: Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland in den Jahren 1937 bis 1961</a>).</p>
<p>Ein anderes Hoffmann-Kinderbuch, das Weihnachtsmärchen „König Nussknacker und der arme Reinhold“ von 1851, ist ebenfalls berühmt geworden. Seine Zeichnung eines Nussknackers vom Frankfurter Weihnachtsmarkt war das Vorbild für die ab 1870 im Erzgebirge gedrechselten Nussknacker, die bis heute ein wichtiges weihnachtliches Symbol sind.</p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>„Der Struwwelpeter“ – das enfant terrible der Literaturgeschichte<br />
</strong>Neben seiner ärztlichen Tätigkeit publizierte Hoffman Bücher, Lyrik und Theaterstücke.<br />
1844 hatte er als besonderes Weihnachtsgeschenk für seine Kinder ein Bilderbuch geschrieben und gemalt: „<em>Der Struwwelpeter</em>“.<br />
Das Buch bestand aus mehreren kurzen Geschichten, in jeder Geschichte verhält sich ein Kind – nach damaligen Maßstäben &#8211; „ungezogen“ und wird dafür bestraft.<br />
Die „<em>Geschichte vom fliegenden Robert</em>“ wirkt dabei noch lustig: Klein-Robert geht trotz des Sturms aus dem Haus, der Sturm erfasst seinen Regenschirm und weht Kind und Regenschirm hinfort. Dass ein Kind vom Wind weggeweht wird, ist so unrealistisch, dass die Satire offensichtlich ist.<br />
Andere Kinder werden wesentlich grausamer bestraft: Das Mädchen Pauline spielt mit Streichhölzern &#8211; von ihr bleibt nur ein Häufchen Asche übrig. Der Knabe Konrad nuckelt trotz seines fortgeschrittenen Alters noch am Daumen – der Schneider schneidet ihm mit der großen Schere die Daumen ab.<br />
In den Geschichten vom „<em>Zappelphilipp</em>“ und „<em>Hanns-guck-in-die-Luft</em>“ werden kindliche Verhaltensweisen wie Zappeln oder unbekümmertes Herumlaufen beschrieben, die in bösen Unfällen der Kinder enden.<br />
<em>„Der Struwwelpeter</em>“ wurde 1845 erstmals gedruckt, damals war der Titel noch <em>„</em>Lusti<em>ge Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3-6 Jahren&#8221;. </em></p>
<p>Nach heutigen Maßstäben ist es undenkbar, einem Kind im Vorschul- oder auch noch im Grundschulalter mit derartig brachialpädagogischen Geschichten zu kommen.<br />
Manche Kritiker vertreten die Meinung, dass auch Kinder dieses Alters erkennen können, dass es sich bei den übersteigerten Geschichten um Satire handeln muss. Die meisten Pädagogen sind allerdings der Meinung, dass Kinder dieses Alters Satire nicht ohne weiteres erkennen und den „<em>Struwwelpeter</em>“ vielmehr schauderhaft grausam empfunden würden.</p>
<p><em> </em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Zappelphilipp“: Diagnose ADHS?</strong></p>
<p>Hoffmann liefert uns mit den Geschichten vom „<em>Zappelphilipp</em>“ und „<em>Hanns-guck-in-die-Luft</em>“ erste Hinweise auf heute gängige Diagnosen wie Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS): „In neuerer Zeit wurde der <em>Struwwelpeter</em> von der klinischen Psychologie und der Jugendpsychiatrie entdeckt. Die Beschreibungen des <em>Zappelphillipps</em> und zum Teil auch des <em>Hanns-Guck-in-die-Luft </em>werden als volkstümliche Beschreibungen bzw. Symbole für Spielarten der Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS) herangezogen. Dabei zeige der <em>Zappelphillipp</em> eine Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität („Zappeln“), weshalb diese psychische Störung im deutschsprachigen Raum zum Teil als <em>Zappelphilipp-Syndrom</em> bekannt geworden ist. <em>Hanns-Guck-in-die-Luft</em> hingegen wird zum Teil als verträumter Gegentyp gelesen, manchmal auch als „Träumerle“ beschrieben, und vertrete demnach eine Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität, aber mit deutlich reduzierter Aufmerksamkeit.“</p>
<p>Hoffmanns Buch hat auch Eingang in unsere Umgangssprache gefunden:<br />
Jeder weiß, was ein <em>Zappelphillipp, Suppenkaspar </em>oder <em>Hans-Guck-in-die-Luft</em><em> ist. Auch Zitate wie </em><em>&#8220;Konrad&#8221; sprach die Frau Mama &#8220;ich geh aus und Du bleibst da.&#8221; </em>sind in unsere Umgangssprache eingegangen.</p>
<p>Glücklicherweise ist es bei uns seit mehreren Jahrzehnten absolut out, Kinder durch extrem abschreckende Strafen zu maßregeln.<br />
Darum ist das einstige Kinderbuch heute eher ein Buch für Erwachsene, das interessante historische Aspekte in der „Kindererziehung“ dieser Zeit darstellt.<br />
Das Buch ist mittlerweile in über 35 Sprachen übersetzt worden und ist vielfach nachgeahmt und parodiert worden:  Die bekannteste der sogenannten Struwwelpetriaden ist „<em>Die Struwwelliese</em>“ (<a title="wikipedia: Struwwelpeter" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter">wikipedia: Struwwelpeter</a>).</p>
<p><strong>Struwwelpeter zum Angucken</strong></p>
<p>Im Frankfurter „<strong><a title="Heinrich Hoffmann und Struwwelpeter-Museum" href="http://www.struwwelpeter-museum.de/">Heinrich-Hoffmann und Struwwelpeter“-Museum</a> </strong>in der Schubertstraße 20 gibt es eine umfassende Ausstellung über den berühmten Arzt und Autoren und sein bekanntestes Werk.<br />
Das Museum hat dienstags bis sonntags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		<item>
		<title>Vorgestellt: Die Frankfurter Medizinische Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 08:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Medizinische Gesellschaft (FMG) ist die Vereinigung von Ärzten, Wissenschaftlern und Studierenden, die sich der universitären Medizin in Frankfurt am Main verbunden fühlen. Die FMG geht auf den Ärztlichen Verein der Stadt Frankfurt zurück, der vor rund 160 Jahren &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-die-frankfurter-medizinische-gesellschaft">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="Frankfurter Medizinische Gesellschaft" href="http://www.frankfurter-medizinische-gesellschaft.de/vorstand.html">Frankfurter Medizinische Gesellschaft</a> (FMG) ist die Vereinigung von Ärzten, Wissenschaftlern und Studierenden, die sich der universitären Medizin in Frankfurt am Main verbunden fühlen. Die FMG geht auf den Ärztlichen Verein der Stadt Frankfurt zurück, der vor rund 160 Jahren gegründet wurde.<br />
Die FGM veranstaltet zehn bis zwölf wissenschaftliche Veranstaltungen pro Jahr zu aktuellen Themen. Dabei werden vor allem neue technologische Entwicklungen in der medizinischen Diagnostik und innovative Therapieprinzipien vorgestellt.</p>
<p><strong>Herr Prof. Dr. Frank Grünwald, der Direktor der Klinik für Nuklearmedizin</strong><strong>, ist der </strong><strong>Vorsitzende der FMG</strong><strong>. Im „PULS.“-Interview erklärt er, warum es für Studierende im klinischen Studienabschnitt nützlich ist, FMG-Mitglied zu sein.<span id="more-3542"></span></strong></p>
<p>„PULS.“: „Herr Prof. Dr. Grünwald, Sie sind seit drei Jahren der Vorsitzende der Frankfurter Medizinischen Gesellschaft. Wer ist dort Mitglied?“<br />
F. G.: „Grundsätzlich Mediziner aller Fachrichtungen aus Frankfurt. Universitätsprofessoren, Ärzte aus dem Universitätsklinikum und städtischen Krankenhäusern, niedergelassene Ärzte und Medizin-Studierende. Dabei sind alle Fachrichtungen vertreten. Außerdem sind auch einige theoretische Mediziner und Nicht-Mediziner dabei, so dass es zu spannenden interdisziplinären Diskussionen kommt.</p>
<p>„PULS.“: „Welche Ziele hat die Frankfurter Medizinischen Gesellschaft?“<br />
F. G.: „Zu unseren Zielen gehören vor allem die Vernetzung des Universitätsklinikums mit der nicht-universitären Medizin im Rhein-Main-Gebiet und  die Intensivierung der Kontakte zu Nachbardisziplinen – insbesondere den Natur- und Geisteswissenschaften. Die Frankfurter Medizinische Gesellschaft bietet damit  ein Diskussionsforum für Gespräche, aus denen sich neue Ideen und gemeinsame Projekte ergeben können.“</p>
<p>„PULS.“: „Welche Veranstaltungen bietet die FMG an?“<br />
F. G.: „Wir bieten etwa zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Jahr an. Antritts- und Abschiedsvorlesungen von Professorinnen und Professoren, die einen hervorragenden Einblick in das jeweilige Fachgebiet geben. Der Nobelpreisträger Harald zur Hausen hatte mit seinem Vortrag zu HPV-Viren, ihre Rolle als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs und die vorbeugende Impfung für einen vollen Hörsaal gesorgt. Im Sommer bieten wir oft einen aktuellen Überblick zur Reisemedizin an, der natürlich für Mediziner aller Fachrichtungen aus beruflichen und persönlichen Gründen von großem Interesse ist. Daneben hatten wir aktuelle Veranstaltungen wie eine Diskussion zur Einführung eines Bachelor-Studiums für Mediziner oder zu juristischen Fragen zur Arzt-Haftung und Patienten-Aufklärung.“</p>
<p>„PULS.“: „Gibt es besondere Veranstaltungen für Studierende?“<br />
F. G.: „Nein. Aber viele Themen sind für Studierende unmittelbar interessant.</p>
<p>Zunächst einmal bieten wir manche aktuelle Themen an, die für Studierende von Bedeutung sind, im Studium aber nicht behandelt werden. Etwa die aktuelle Diskussion über Sterbehilfe oder die gesundheitspolitischen Entwicklungen im Bundesland Hessen. Und mit Sonderveranstaltungen wie der Weihnachtsvorlesung von Herrn Privatdozent Dr. Wicht 2010 mit anschließendem kleinem Catering möchten wir einen Beitrag zum Campus-Leben leisten. Schließlich ist die Medizin ein spannendes und lebendiges Thema, zu dem es auch mal reizvolle Anekdoten zu erzählen gibt.“</p>
<p>„PULS.“: „Welche Vorteile hätte es für Studierende, Mitglied in der FMG zu sein?“<br />
F. G.: „Neben den Inhalten der Vorträge sind natürlich die Gesprächspausen und Zeiten nach Veranstaltungen wichtig. Dort ist dann Zeit für Gespräche mit Professoren und Ärzten, die im Klinik- und Studienalltag oftmals fehlt. Studierende können dadurch wichtige Kontakte und Tipps etwa für eine Promotion bekommen. Das ist zum Ende des Studiums hin von besonders großer Bedeutung.“</p>
<p>„PULS.“: „Sie bieten ein sehr breit gefächertes und aktuelles Veranstaltungsprogramm an. Muss man Mitglied sein, um die Vorträge und Diskussionen zu hören?“<br />
F. G.: „Nein, die Frankfurter Medizinische Gesellschaft steht allen interessierten Personen offen. Wir freuen uns, wenn neue Gesichter auftauchen und zu unseren Diskussionen beitragen. Über neue Mitglieder freuen wir uns natürlich noch ein bisschen mehr.“</p>
<p>„PULS.“ bedankt sich bei Herrn Prof. Dr. Grünwald für das freundliche und informative Gespräch.<br />
Das Interview führte „PULS.“-Redakteurin Bettina Wurche am 18.08.2011.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vorgestellt: Gregor Johann Mendel</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 16:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Suchmaschine Google präsentiert sich heute, am 20.07.2011, als Erbsen-Schriftzug. Der berühmteste Erbsenzähler der Geschichte, Johann Mendel, wurde am 20.07.1822 in Heinzendorf (heute Ortsteil von Vrazne) in Österreichisch-Schlesien geboren. Durch seine Kreuzungsexperimente mit Erbsen hat er erstmals die Regeln der &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-gregor-johann-mendel">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suchmaschine Google präsentiert sich heute, am 20.07.2011, als Erbsen-Schriftzug.</p>
<div id="attachment_3480" style="width: 431px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/07/Erbsen_google.gif"><img class="size-full wp-image-3480" title="Erbsen_google" src="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/07/Erbsen_google.gif" alt="Google-Bild vom 20.07.2011 (Quelle: Google)" width="421" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Google-Bild vom 20.07.2011 (Quelle: Google)</p></div>
<p>Der berühmteste Erbsenzähler der Geschichte, Johann Mendel, wurde am 20.07.1822 in Heinzendorf (heute Ortsteil von Vrazne) in Österreichisch-Schlesien geboren. Durch seine Kreuzungsexperimente mit Erbsen hat er erstmals die Regeln der Vererbung beschrieben, die später nach ihm benannt wurden: die Mendel´schen Regeln. Die von Mendel formulierte Vererbungslehre war die Grundlagenforschung für die Genetik. Darum wird Mendel oft „Vater der Genetik“ genannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mendel interessierte sich schon als Kind für Naturkunde, half seinem Vater beim Veredeln der Obstbäume und züchtete Bienen. Trotz seiner kleinbäuerlichen Herkunft durfte der ausgezeichnete Schüler zunächst studieren, musste das Studium trotz sehr guter Noten aber aus finanziellen Gründen schnell wieder aufgeben und wurde unter dem Ordensnamen Gregorius Mönch (Quelle: wikipedia).<span id="more-3479"></span></p>
<p>Er arbeitete als Hilfslehrer am örtlichen Gymnasium und führte seine biologischen Studien als Amateurforscher fort. Zeitweise durfte</p>
<div id="attachment_3484" style="width: 602px" class="wp-caption alignright"><a href="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/07/Mendels-7-Merkmale-der-Erbsen1.gif"><img class="size-full wp-image-3484" title="Mendels-7-Merkmale-der-Erbsen" src="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/07/Mendels-7-Merkmale-der-Erbsen1.gif" alt="Mendels untersuchte Erbsen-Merkmale" width="592" height="254" /></a><p class="wp-caption-text">Mendels untersuchte Erbsen-Merkmale (Quelle: wikipedia)</p></div>
<p>er Experimentelle Physik und Pflanzenphysiologie in Wien studieren. Ab 1856 führte er systematische Kreuzungsversuche mit ausgewählten Erbsensorten  durch und konnte schließlich die Gesetze zur Vererbung formulieren und publizieren. Diese Gesetzmäßigkeiten sind heute als<a title="Mendel`sche Regeln" href="http://www.mendel-regeln.de/"> Mendel´sche Gesetze</a> bekannt.<br />
1865 stellte <a title="Mendels Vortrag im Naturwissenschaftlichen Verein in Brünn" href="http://www.mendelweb.org/MWGerText.html">Mendel seine Ergebnisse mündlich im naturwissenschaftlichen Verein von Brünn vor</a>, 1881 wurde er erstmals für eine breitere Leserschaft veröffentlicht.<br />
Über seine zahlreichen weiteren Zuchtversuche mit anderen Pflanzengattungen hat er nie publiziert. Die wissenschaftliche Anerkennung seiner Arbeit erlebte Mendel nicht mehr, er verstarb 1884. Erst um 1900 erkannten andere Wissenschaftler den Wert seiner Entdeckungen und entwickelten Mendels grundlegende Forschung weiter (Quelle: wikipedia).<br />
Mendels Experimente und Erkenntnisse sind, trotz aller berechtigten Kritik, Meilensteine auf dem Weg zur modernen Genetik gewesen. Er hatte erstmals die Pflanze bzw. einen Organismus nichts als Ganzes sondern als Summer einzelner Details betrachtet. Durch die Verfolgung der Vererbung einzelner Merkmale und die statistische Auswertung hat er einen großen Beitrag zur modernen Naturwissenschaft geleistet.</p>
<p><strong>Virtuelles Erbsenzüchten</strong><br />
Um die Mendel´schen Gesetze im Experiment nachzustellen, brauchen Sie heute nicht mehr im Garten zu buddeln: Man kann die Erbsen auch virtuell wachsen lassen (inklusive virtueller Gießkanne zum Bewässern). Hier ist ein gut gemachter <a title="Weblernkurs zu Mendel´schen Regeln" href="http://www.matheprisma.uni-wuppertal.de/Module/Genetik/index.html">Weblernkurs zu den Mendel´schen Regeln</a> von Sascha Becker, Andreas Frommer, Andreas Konrad und Katrin Schäfer (Universität Wuppertal) .</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vorgestellt: Dr. med. Dr. phil. h.c. Dietrich Starck</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 16:48:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Professor Dr. med. Dr. phil. h.c. Dietrich Starck war von 1945 bis 1976  Direktor der Dr. Senckenbergischen Anatomie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Starck hatte Medizin studiert und sich schon früh auf die vergleichende Anatomie spezialisiert. Die Promotion schrieb er &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-dr-med-dr-phil-h-c-dietrich-starck">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. med. Dr. phil. h.c. Dietrich Starck war von 1945 bis 1976  Direktor der Dr. Senckenbergischen Anatomie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.</p>
<p>Starck hatte Medizin studiert und sich schon früh auf die vergleichende Anatomie spezialisiert. Die Promotion schrieb er über „Die Kaumuskulatur der Platyrrhinen“ (<a title="Neuweltaffen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuweltaffen">Platyrrhinen sind „Neuweltaffen“</a>) und seine Habilitation „Über einige Entwicklungsvorgänge am Kopf der Urodelen“ (<a title="Urodela" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwanzlurche">Urodela</a> sind Salamander und Molche). Seine bevorzugten wissenschaftlichen  Arbeitsgebiete waren Wirbeltiermorphologie, Neuroanatomie, Embryologie und Primatologie. Starck wurde von Medizinern und Zoologen gleichermaßen respektiert, außerdem legte er in der Dr. Senckenbergischen Anatomie eine bedeutende Sammlung zur Vergleichenden Anatomie der Wirbeltiere an.</p>
<p>(Quelle: &#8220;<a title="Zum Gedenken an Dietrich Starck" href="http://www.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2002/2002_01/2002_01_22.pdf">Zum Gedenken an Dietrich Starck&#8221; von Korf/Winckler</a>)</p>
<p>„PULS.“ möchte in diesem Beitrag auf die ausführlicheren Beiträge unseres begeisterten Anatomen <strong>Herrn PD Dr. Wicht</strong> verweisen, der einige Aspekte der Starck´schen Neuroanatomie-Forschung detailliert beleuchtet und exquisit illustriert hat:<br />
<a title="(Dietrich Starck) und das Kopfproblem (I)" href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2011-05-10/dietrich-starck-und-das-kopfproblem-i"><strong>„(Dietrich Starck und) das Kopfproblem (I)“</strong></a></p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		<title>Vorgestellt: Ruth Moufang, Mathematikern-Professorin</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 11:00:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Campus Riedberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgestellt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruth Moufang (* 10. Januar 1905 in Darmstadt; † 26. November 1977 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Mathematikerin. 1924 machte sie als eine der ersten Frauen am Kreuznacher Realgymnasium das Abitur, 1930 promovierte sie als erste Frau in &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-ruth-moufang-mathematikern-professorin">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ruth Moufang (* 10. Januar 1905 in Darmstadt; † 26. November 1977 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Mathematikerin. <strong>1924</strong> machte sie als eine der ersten Frauen am Kreuznacher Realgymnasium das <strong>Abitur</strong>, <strong>1930 promovierte</strong> sie als erste Frau in Mathematik und <strong>1974</strong> wurde sie als erste Frau außerordentliche <strong>Professorin für Mathematik</strong>.</p>
<h4>Warum wird eine Mathematikerin in „PULS.“, dem News-Magazin für Medizin-Studierende  vorgestellt?</h4>
<p>Weil nach ihr der <a title="Ruth Moufang-Fonds" href="http://www.frauenbeauftragte.uni-frankfurt.de/ruth_moufang_fonds/"><strong>Ruth Moufang-Fonds</strong></a> benannt worden ist, der <strong>Maßnahmen zur Karriereförderung von  Studentinnen und Wissenschaftlerinnen</strong> an den Fachbereichen der  Goethe-Universität finanziert.<br />
Aus diesem Fonds gibt es am Fachbereich Medizin ab sofort eine <strong>„Finanzielle Unterstützung zur Notfallkinderbetreuung während der Prüfungszeiträume“.</strong><br />
Über diese spezielle Fördermaßnahme erfahren Sie mehr im &#8220;PULS.&#8221;-Beitrag &#8220;<a title="Ruth-Moufang-Notfallhilfe-Fonds für Studentinnen" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/newslettermedizin/2011/05/09/aktuell-ruth-moufang-fonds-notfallhilfe-fur-studentinnen-mit-kindern/"><strong><span style="text-decoration: underline">Aktuell: Ruth-Moufang-Fonds &#8211; Notfallhilfe für Studentinnen mit Kindern&#8221;.</span></strong></a><br />
Außerdem können Sie sich dazu auch an die <a title="Arbeitsstelle für INdividuelle Studienberatung" href="http://www.med.uni-frankfurt.de/stud/familie/index.html">&#8220;Arbeitsstelle für Individuelle Studienberatung&#8221; </a>wenden.</p>
<h4><strong>Ruth Moufang – Mathematikerin aus Leidenschaft</strong></h4>
<p>1930 schrieb sie ihre Dissertation zum Thema <em>&#8220;Zur Struktur der projektiven Geometrie der Ebene“.</em>Ab 1934 erhielt sie Lehraufträge an der Fakultät für Mathematik der Johann Wolfgang von Goethe-Universität, die nur aus Hörergeldern bezahlt wurden. 1931 bis 1934 publizierte sie <a title="Publikatione Ruth Moufang" href="http://www.mathe.tu-freiberg.de/~hebisch/cafe/moufang.html">sieben Schriften, „die ihren Ruhm und Ruf in den Grundlagen der Geometrie und in der Theorie der projektiven Ebenen begründeten.“</a><span id="more-2608"></span></p>
<p>1936 habilitierte sich Ruth Moufang über das Thema geordneter Schiefkörper, erhielt aber keine Venia legendi.<br />
Obwohl ihr die Dozenten und Professoren des Fachbereichs ausgezeichnete Fachkenntnisse und hervorragend didaktische Fähigkeiten in der Vermittlung komplexer mathematischer Fragen bescheinigten, erhielt sie keine Berufung zur Professorin. Zu dieser Zeit war eine weibliche Hochschullehrerin so ungewöhnlich, dass die Fakultät das Ministerium um die Erlaubnis bitten musste.<br />
Und das Ministerium lehnte ab!</p>
<p>Nach der ersten Ablehnung wendete sich Ruth Moufang in einem persönlichen Schreiben nochmals an das Ministerium und erhielt wieder eine Absage:</p>
<p>Die <strong>Antwort des Ministeriums</strong> auf ihre Anfrage gibt einen tiefen Einblick in die NAZI-Weltanschauung:<br />
<em>„Da dem Dozenten im Dritten Reich außer seinen wissenschaftlichen Leistungen wesentlich erzieherische und Führereigenschaften voraussetzende Aufgaben zufallen und die Studentenschaft fast ausschließlich aus Männern besteht, fehlt dem weiblichen Dozenten künftig die Voraussetzung für eine ersprießliche Tätigkeit. </em><br />
<strong><em>Die Reichshabilitationsordnung hat mit Einführung des Gemeinschaftslagers (Wehrsportlager und Dozentenakademie) bereits einen ausschließlich männlichen Hochschullehrernachwuchs im Auge gehabt.</em></strong><em> Bei dieser Sachlage ist es mir leider nicht möglich, Ihnen die Erteilung der Dozentur in Aussicht zu stelle. Gegen eine forschende Tätigkeit an einer Hochschule oder in einer Forschungsanstalt bestehen jedoch keine Bedenken. (&#8230;)“.</em></p>
<p>Das Nazi-Regime erlaubte keine weiblichen Wissenschaftler, zu Hitlers Zeiten wurden Frauen nicht für wissenschaftliche oder andere berufliche Leistungen sondern bestenfalls mit dem Mutterkreuz für Leistungen als Gebärende und Mutter ausgezeichnet.</p>
<p>Wegen dieser erneuten Absage aufgrund ihres Geschlechts suchte die Mathematikerin sich einen Arbeitsplatz in der Industrie:<br />
Ab 1937 arbeitete sie im Forschungsinstitut der Firma Krupp als wissenschaftliche Assistentin für Mathematik und theoretische Physik, 1942 wurde sie die Abteilungsleiterin. Nebenbei publizierte sie in Zeitschriften für Mathematik und angewandte Mechanik.</p>
<p>Ab 1946 arbeitete Ruth Moufang wieder im Mathematischen Seminar an der Universität in Frankfurt: sie hatte mit 10-jähriger Verspätung die Venia Legendi erhalten.<br />
Nach dem mörderischen Krieg fehlte es an männlichen Mathematik-Professoren: viele waren in die Emigration getrieben worden, in Gefangenschaft geraten oder gefallen.</p>
<p><strong>1947 wurde sie außerplanmäßige Professorin</strong>, allerdings mit einem sehr geringen Gehalt. 1957 wurde sie dann in einem komplizierten Verfahren zum persönlichen Ordinarius berufen, arbeitete allerdings weiterhin zum gleichen sehr niedrigen Gehalt. Bis zu ihrer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emeritierung">Emeritierung</a> 1970 lehrte sie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.</p>
<p>Obwohl sie aufgrund ihres Geschlechts während ihrer gesamten Karriere massiv benachteiligt worden ist, hat ihre mathematische Arbeit höchste Anerkennung ihrer Fachkollegen erhalten. Nach ihr sind die Moufang- Ebene, die Moufang- Identitäten und der Moufang- Loop benannt worden.</p>
<p>Seit 2006 gibt es im am <a title="Ruth Moufang-Straße Campus Riedberg" href="http://fias.uni-frankfurt.de/Campus_Riedberg.pdf"><strong>Campus Riedberg die Ruth Moufang-Straße.</strong></a></p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<p><a href="http://www5.in.tum.de/lehre/seminare/math_nszeit/SS03/vortraege/innen/ruthMoufang.htm">http://www5.in.tum.de/lehre/seminare/math_nszeit/SS03/vortraege/innen/ruthMoufang.htm</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Moufang">http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Moufang</a></p>
<p><a href="http://www.mathematikerin.de/moufang.htm">http://www.mathematikerin.de/moufang.htm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorgestellt: Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann (1855-1916)</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/vorgestellt-dr-hope-bridges-adams-lehmann-1855-1916</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 12:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgestellt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann war die erste Frau in Deutschland, die ein medizinisches Examen ablegte und in Frankfurt am Main und München als Ärztin arbeitete. Filmtipp: Dienstag, den 08.03.2011; 20:15 Uhr; ARTE: „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“. &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/vorgestellt-dr-hope-bridges-adams-lehmann-1855-1916">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann war die erste Frau in Deutschland, die ein medizinisches Examen ablegte und in Frankfurt am</p>
<div id="attachment_2166" style="width: 218px" class="wp-caption alignright"><a href="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/03/Hope-Bridges-Adams-Lehmann2.gif"><img class="size-medium wp-image-2166" title="Hope-Bridges-Adams-Lehmann" src="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2011/03/Hope-Bridges-Adams-Lehmann2-208x300.gif" alt="Hope Bridges Adams-Lehmann (Quelle: wikipedia)" width="208" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hope Bridges Adams-Lehmann (Quelle: wikipedia)</p></div>
<p>Main und München als Ärztin arbeitete.<br />
Filmtipp: Dienstag, den 08.03.2011; 20:15 Uhr; ARTE: „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“.</p>
<p><strong>Hope Bridges Adams Lehmann</strong> wurde 1855 in Halliford bei London geboren.</p>
<p>Ab 1876/77 studierte sie in Leipzig Medizin, 1880 legte sie als erste Frau in Deutschland das medizinische Staatsexamen ab. Während ihres Studiums wurde sie von den männlichen Kommilitonen und Dozenten massiv angefeindet, um weniger aufgefallen trug sie einen Herrenhaarschnitt und Männerkleidung. Da ihr Abschluss in Leipzig nicht offiziell anerkannt wurde, promovierte sie in Bern.<br />
Von 1882 bis 1886 führte sie mit ihrem Ehemann Otto Walther gemeinsam eine Praxis in Frankfurt am Main. Ab 1891 bauten beide wegen ihres<strong> </strong>Lungenleidens ein Lungensanatorium im Schwarzwald auf, 1895 wurde die Ehe geschieden.<br />
1996 heiratete sie den Münchner Arzt Carl Lehmann und arbeitete in dessen Praxis mit. 1904 wurden ihr durch einen Bundesratsbeschluss nachträglich die Approbation verliehen und die Berechtigung zur Führung des Doktortitels erteilt.<span id="more-2157"></span></p>
<p>Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann war eine Ärztin, die sich vehement für Frauenrechte und umfassende soziale Reformen einsetzte und ihre Ideale auch konsequent umsetzte: sie behandelte Frauen aller Gesellschaftsschichten gleich und bemühte sich aktiv um die Verbesserung ihres Gesundheitszustandes. Dazu publizierte sie Bücher mit medizinischem Grundwissen für Frauen und kämpferische Artikel in verschiedenen Magazinen. Hygiene, sexuelle Aufklärung und eine gesunde Lebensweise waren ihr Anliegen. Sie selbst trug natürlich Reformkleidung und sprach sich vehement gegen das Tragen von Korsetts aus. Daneben setzte sie sich auch für eine moderne  Kindererziehung ein, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigte und engagierte sich als Friedensaktivistin.</p>
<p>Dr. Hope Bridges Adams-Lehmanns Ansichten wirken auch heute noch sehr modern, es ist unverständlich, dass eine derartig visionäre und kompetente Frau vollkommen in Vergessenheit geriet. Viele ihrer Äußerungen und Statements könnte man sich in aktuellen gesundheitspolitischen Debatten vorstellen. Dazu gehören ihre kritische Betrachtung der <a title="Hope Adams-Lehmann: &quot;sogennante Naturheilkunde&quot;" href="http://library.fes.de/cgi-bin/neuzeit.pl?id=07.03128&amp;dok=1898-99a&amp;f=189899a_0115&amp;l=189899a_0117">&#8220;sogenannten Naturheilkunde&#8221;</a> und ihre Forderung nach Bewegung an der frischen Luft.</p>
<p>Als späte Ehrung ist in <a title="München, Benennung von Straßen" href="http://www.muenchen.de/Rathaus/kom/03vermessung/04strassen/strassenneu2004/151364/adamslehmann.html">München 2004 eine Straße nach ihr benannt worden</a>.</p>
<h4><strong>Biographie, Film und Plagiat?</strong></h4>
<p>Echte biographische Informationen und korrekte historische Angaben bietet die umfassende Biographie von <strong>Marita Krauss: „Hope: Dr. Hope Bridges Adams Lehmann &#8211; Ärztin und Visionärin“</strong>, die in 15-jähriger akribischer Forschungsarbeit entstanden ist.</p>
<p>Im Film <strong>„Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“</strong> wird<strong> </strong>Dr. Adams-Lehmann wird von Heike Makatsch dargestellt. Die Ärztin, die mit praktischem Kurzhaarschnitt und in Reformkleidung gewandet ihrem medizinischen und sozialreformerischen Werk nachging, tritt im Film natürlich im eng geschnürten Mieder und mit langen güldenen Locken auf. Sehr biographisch-authentisch sieht das nicht aus. Schließlich war bereits die praktische Reformkleidung ein politisches Statement zur Frauenbefreiung. Außerdem ist zu befürchten, dass die komplexen politischen und sozialen Hintergründe und Dr. Adams-Lehmanns umfassende Arbeit sowie ihre reformerischen Gedanken im filmischen Kitsch und Klischee versinken.</p>
<p>Trotzdem könnte der Film möglicherweise einen ersten Eindruck in die Arbeit und das Leben dieser ungewöhnlichen Frau geben.</p>
<p>Die Beziehung des Films zu Krauss` Forschungsarbeit und ihren Publikationen wird in dem Artikel <a title="Von Lenin zu Unsinn" href="http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/geschichte/bayerische/downloads/Download-pdf/Hope-Artikel-SZ-1.pdf">„<em>Von Lenin zu Unsinn. Wem gehört die mediale Wahrheit über die erste Münchner Ärztin Hope Bridges Adams Lehmann“ </em></a>von Oliver Hochkeppel (18. September 2009, Süddeutsche Zeitung) sehr kritisch beleuchtet: Krauss wirft der Filmfirma ein umfassendes Plagiat vor.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zum Weiterlesen:</span></strong></p>
<p>Marita Krauss: „Hope : Dr. Hope Bridges Adams Lehmann &#8211; Ärztin und Visionärin“ München : Volk <strong>(</strong>2009) 216 S. : <strong>ISBN</strong> 978-3-937200-69-9 <strong>EAN</strong> 9783937200699</p>
<p><a title="Allein unter Männern" href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/6204/allein_unter_maennern.html">Katja Sebald: „Allein unter Männern“ </a>(SPON, Eines Tages)<em> </em>(mit zahlreichen Photographien aus der Publikation im VOLK-Verlag)</p>
<p>Eine Online-Biographie zu <a title="Hope Adams-Lehmann: FemBio" href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hope-adams-bridges-lehmann/">Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann finden Sie auf der Seite „FemBio“ </a>(FrauenBiographieforschung)</p>
<p>Online-Biographie mit vielen Quellenangaben auch zu Dr. Adams-Lehmanns Publikationen ist auf wikipedia zu finden: <a title="Wikipedia: Dr. Hope Adams-Lehmann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hope_Bridges_Adams_Lehmann">Wikipedia: Hope Bridges Adams-Lehmann.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Medizinstudium: 2. Studiendekan Herr Prof. Sader seit 01.11. im Amt</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/medizinstudium-2-studiendekan-herr-prof-sader-seit-01-11-im-amt-2</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 07:00:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 01.11 ist das Amt des Studiendekans auf vier Schultern verteilt: Herr Prof. Dr. Nürnberger wurde wieder gewählt und wird sich in seiner Arbeit als Studiendekan künftig auf den vorklinischen Studienabschnitt konzentrieren. Herr Prof. Dr. Dr. Sader ist als &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/medizinstudium-2-studiendekan-herr-prof-sader-seit-01-11-im-amt-2">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 01.11 ist das Amt des Studiendekans auf vier Schultern verteilt:<br />
Herr Prof. Dr. Nürnberger wurde wieder gewählt und wird sich in seiner Arbeit als Studiendekan künftig auf den vorklinischen Studienabschnitt konzentrieren.<br />
Herr Prof. Dr. Dr. Sader ist als Studiendekan für den Aufgabenbereich des klinischen Studienabschnitts verantwortlich.</p>
<p>Unser neuer 2. Studiendekan ist nun seit einigen Wochen im Amt.</p>
<p>Wie fühlt sich das neue Amt an?<br />
Welche Aufgaben sind zurzeit besonders wichtig?<br />
„PULS.“ hat im Interview nachgefragt.</p>
<p><strong>Interview mit Herrn Prof. Dr. Dr. Sader:</strong></p>
<p><strong>„PULS.“: “Herr Prof. Dr. Dr. Sader, Sie sind nun seit dem 01.11.2010 Studiendekan für den vorklinischen Studienabschnitt. Was hat Sie bewogen, für das Amt zu kandidieren?“<span id="more-1768"></span></strong></p>
<p>Herr Prof. Dr. Dr. Sader: „Ich bin u a. deshalb aus der Schweiz zurück nach Deutschland gekommen, weil ich in Zeiten der Veränderung gerade auch die universitäre Lehre an einer deutschen Fakultät aktiv mitgestalten wollte. Die Ausbildung junger Medizinerinnen und  Mediziner ist mir sehr wichtig und macht viel Spaß. Ich habe in meinem Fachgebiet schon viele Projekte, die unmittelbar mit der Lehre zu tun haben, angestoßen. So waren wir z. B. von Anfang an beim OSCE dabei. Ein anderes Lehr-Projekt ist das multimediale <a title="CranioOnline" href="http://www.cranionline.com/partner">CranioOnline</a>, das wir in München und Basel entwickelt und bereits testweise in der Zahnmedizin eingesetzt und evaluiert haben.“</p>
<p><strong>„PULS.“: “Was ist Ihr besonderes Anliegen als Studiendekan?“</strong></p>
<p>Herr Prof. Dr. Dr. Sader: „Ich möchte, wie bereits gesagt, in der universitären Lehre aktiv mitwirken. Ein Schwerpunkt dabei wird die multimediale Lehre sein.<br />
Mein Fachgebiet, die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist ein hochgradig interdisziplinäres Gebiet: Für Fachärzte der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist in Deutschland die Doppelapprobation vorgeschrieben, das bedeute eine bereits von Hause aus besonders enge Verknüpfung von Human- und Zahnmedizin. Von daher ist mir das stark vernetzte Lernen über mehrere Fachdisziplinen vertraut und auch sehr wichtig. Das möchte ich noch weiter ausbauen.“</p>
<p><strong>„PULS.“: „Was halten Sie vom Standort Frankfurt verglichen mit anderen Universitäten? Was ist hier besonders gut?“</strong></p>
<p>Herr Prof. Dr. Dr. Sader: „Ich habe in Bonn, Köln sowie Düsseldorf studiert und dadurch schon drei verschiedene Universitäten kennen gelernt. Später habe ich in München und Basel gearbeitet. Dadurch kann ich mehrere Studienstandorte aus eigener Erfahrung vergleichen. Am Fachbereich Medizin in Frankfurt gibt es einige sehr gute Ansätze: Die Vernetzung verschiedener Fachdisziplinen, also das interdisziplinäre Arbeiten, ist schon ganz gut. Ein weiterer sehr guter Ansatz ist die Einrichtung der <a title="Individuelle Studienbegleitung" href="http://www.med.uni-frankfurt.de/stud/familie/index.html">Arbeitsstelle für Individuelle Studienbegleitung</a>.</p>
<p>Ein familienfreundliches Studium ist ein Aushängeschild unseres Fachbereichs. Diese guten Ansätze sind allerdings noch nicht optimal umgesetzt, da müssen wir noch nachbessern.“</p>
<p><strong>„PULS.“: „Und was fällt Ihnen am Studienstandort Frankfurt als besonders schlecht auf?“</strong></p>
<p>Herr Prof. Dr. Dr. Sader: „Die Atmosphäre ist hier auf dem Campus schon sehr schlecht. Der Umgang mit den Studierenden ist alles andere als gut. Das muss unbedingt anders werden, in anderen Fakultäten wird es besser vorgemacht.<br />
Daneben gibt es starke organisatorische Probleme, an denen wir unbedingt arbeiten müssen. Besonders große Probleme treten im Bereich des klinischen Studienabschnittes auf und darum werde und soll ich mich besonders kümmern.“</p>
<p><strong>„PULS.“: „Was haben Sie in den ersten Wochen Ihres Amtes erlebt? War etwas Unerwartetes dabei?“</strong></p>
<p>Herr Prof. Dr. Dr. Sader: „Wirklich Unerwartetes ist nicht passiert. Ich wusste schon recht genau, worauf ich mich einlasse. Das Amt des Studiendekans ist sehr, sehr zeitaufwändig. Dazu gehört beispielsweise, mit vielen verschiedenen Personenkreisen zu sprechen, um Entscheidungen und Prozesse transparenter zu gestalten. Die Mitwirkung der Studierenden ist mir dabei sehr wichtig. Darum habe ich mir von Anfang an regelmäßige Treffen mit den Studierendenvertretern, also Mitgliedern der Fachschaft, gewünscht.“</p>
<p><strong>„PULS.“: „Herr Prof. Dr. Dr. Sader, wir danken Ihnen für das Gespräch.“</strong></p>
<p>Das Gespräch führte „PULS.“-Redakteurin Bettina Wurche</p>
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