„Ich bin der Doktor Eisenbarth,
widewidewitt, bum bum,
Kurir die Leut nach meiner Art,
widewidewitt, bum bum […]“
so geht ein bekanntes Spottlied über den Wanderchirurgen Johann Andreas Eisenbarth.
Entgegen dem Spottlied, das ihn als Kurpfuscher verhöhnt, war Eisenbarth ein sehr angesehener Wundarzt und Okulist (Starstecher) seiner Zeit.
Damals war die Chirurgie ein Handwerksberuf, und wurde nicht studiert, sondern wie ein Handwerk erlernt. Ein Okulist führte vor allem den „Starstich“ aus: eine einfache Operationsmethode zur Behandlung des Grauen Stars. Dabei wird mit einer „Starstichnadel oder einem schmalen Messer in das Auge gestochen und die getrübte Linse weggeschoben. Ohne die Trübung kann der Patient oft wieder sehen, ohne die fehlende Linse allerdings mit einer starken Übersichtigkeit. Durch die hygienischen Mängel kam es nach derartigen Operationen oft zu schweren Infektionen. Weiterlesen →



