Die 4. Teddyklinik auf dem Medizin-Campus der Goethe-Universität hat 1300 Teddys, Kuschelhunde, -hasen- und – katzen und Puppen verarztet.
So viele Kinder kamen mit ihren verletzten Stoff-Lieblingen dieses Mal in die Teddyklinik, wo sich die Teddy-Fachärzte kompetent und kindgerecht um sie gekümmert haben.
Die Kinder waren zwischen drei und sechs Jahren alt und kamen mit ihren Kindergartengruppen aus ganz Frankfurt. Die Zahl der Patienten ist seit Beginn der Teddy-Klinik jährlich gestiegen, 2009 waren es noch 850 kuschelige Patienten mit ihren Frauchen und Herrchen. In diesem Jahr sind Nora Doberschütz, Antonia Waldorff, Till Damm, Anna Lena Schlüter und Fabian Stiller die Kliniksdirektoren, fast 100 Studierende sind als Facharzt „Dr. ted.“ voll im Einsatz zwischen Dino-Pflaster und Röntgengerät.
Das Projekt Teddy-Klinik wird auch in diesem Jahr wieder massiv unterstützt von der Kinderhilfestiftung e. V., die unter anderem die Versorgung mit Verbrauchsmitteln finanziert. Dazu gehören mehrere Kilometer Mullbinden, Dinosaurier-Pflaster und großes Pflaster von der Rolle mit einem fiesen Mikroben-Design.
Weitere Förderer sind die Rewe Group mit viel Obst und die Johanniter mit einem Rettungswagen.
Wozu gibt es die Teddyklinik?
„Das Team der Teddyklinik schafft es, mit viel Einfühlungsvermögen die Ängste der Kinder gegenüber Arztbesuchen zu verringern. Die Arbeit mit den Kindern macht ihnen sichtlich Freue und bereitet sie außerdem auf ihren späteren Arztberuf vor.“ sagt dazu Herr Seibert, der Vorstand der Kinderhilfestiftung.
Wie läuft die Teddyklinik ab?
Das Thema „Gesundheit“ und Teddyklinik“ wird in den Kindergärten vorbereitet. Die Kinder kommen mit einer fertigen Krankheitsgeschichte in die Teddyklinik.
Die Kindergärten kommen in kleinen Gruppen von etwa 20 Kindern zu einem Sprechstunden-Termin vorbei. Die Gruppe wartet im Wartezimmer, wo jedes Kind mit dem Kuschel-Patienten von einem Teddy-Doc abgeholt wird.
Was gibt die Teddy-Klinik den Kids mit auf den Weg?
Neben dem aufregenden Erlebnis in der Teddyklinik gibt es dann noch wichtige Ratschläge als Rezept mit auf denWeg:
- Ein kurzer Stopp in der Apotheke versorgt die Kinder mit einer Tüte voll Obst zum Mitnehmen.
- Nach dem Kliniksbesuch können die Kinder auf dem Spiel- und Bewegungsparcours noch etwas toben. Genügend Bewegung ist natürlich auch für die Gesundheit von Kind und Bär wichtig.
Damit geben wir schon den kleinen Kindern Ratschläge für ein gesundes Leben mit auf den Weg, erklärt Dr. ted. Antonia Waldorff.
Warum wird man/frau Teddy-Doktor?
„Dr. ted. Florian“ Grohmann ist im 10 Semester und mit dem Studium fast fertig: „Ich arbeite in der Teddy-Klinik mit, weil mir die Arbeit mit Kindern sehr viel Spaß macht. Und es ist schön, den Kindern damit eine Freude zu machen.“ Er könnte sich vorstellen, später Facharzt für Kinderheilkunde zu werden. Aber vielleicht entscheidet er sich auch für eine andere Fachrichtung.
Was passiert mit der Teddy-Klinik nach dem Abriss von Haus 28?
Die Teddyklinik wird natürlich weitergehen.
Herr Seibert ist zuversichtlich: „Die Uniklinik wird uns ganz bestimmt einen Raum zur Verfügung stellen, sonst könnten wir dafür vielleicht auch ein Zelt aufbauen. Aber die Teddyklinik geht ganz bestimmt weiter.“
Bettina Wurche
Lesen Sie mehr dazu in
„Teddyklinik: Interviews mit Patienten“
„Teddyklinik Frankfurt am Main: 11.05.2010“