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Semesterbeitrag SS 2014 (1): 344,00 € – darf´s ein bisschen mehr sein?

Der Semesterbeitrag ist mit Beginn des neuen Semesters erneut gestiegen.
Von 332,50 € auf 344,48 €.
Um 11,98 €.
Das hört sich nicht nach viel an.
Aber 344,00 € sind ziemlich viel.
Wieder mal eine Rekordmarke.

Woran liegt das?
Der Semesterbeitrag ist in den letzten Semestern immer nur ein bisschen, aber kontinuierlich gestiegen:

WS 2013 WS 2014 SS 2014
Semesterticket RMV
RMV+NVV+VV NRW
190,00 €
?
195,00 €
?
195,61 €
195,61+5,17+0,50=201,28 €
Studentenwerk
Verwaltungsgebühr…
70 €
50 €
70 €
50 €
80 €
50 €
Semesterbeitrag 327,70 332,50 344,48 €

Etwas mehr Semesterticket (RMV plus NVV+VV NRW) und etwas mehr Studentenwerksbeitrag.
Das macht jetzt einen Studentenwerksbeitrag von 80,00 € pro Nase und Semester.
Zum Vergleich: Diese Abgabeliegt in Deutschland bei durchschnittlich 60,00 €, in Hessen jedoch bei 80,00 €.
Gerade der Beitrag für das Studentenwerk sorgt auf dem Campus Niederrad oft für Diskussionen. Denn: Der Medizin-Campus ist der einzige Campus ohne Mensa!

Was sagt das Studentenwerk dazu?
Die Sprecherin des Studentenwerks Frankfurt erklärt: Das Studentenwerk erhält vom Land Hessen seit 2008 gleichen Betrag von ca 3 Millionen €. Die Zahl der Studierenden ist allerdings in diesem Zeitraum um mehr als 14.000 Studierende gestiegen.
Zusätzlich sind in Frankfurt über einen langen Zeitraum hinweg zu wenige Wohnheimplätze neu geschaffen worden, das muss jetzt verstärkt ausgeglichen werden. Insgesamt liege auch die Landes-Förderung von Wohnheimplätzen in Hessen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Dazu kommt die Übernahme immer umfangreicherer neuer Aufgaben, wie etwa Angebote zur psychosozialen Beratung.

„Wir versuchen, darauf hinzuwirken, dass sich politisch etwas ändert. Mit dem derzeitigen Etat sind die Aufgaben nicht mehr zu stemmen und wir wollen das nicht weiter auf die Studierenden abwälzen.“ Wenn der Beitrag des Landes Hessen weiterhin nicht steige, und der Beitrag für die Studierenden nicht weiter erhöht werden soll, müssten möglicherweise Leistungen des Studentenwerks eingeschränkt werden.
Soweit erst mal zur Beitragshöhe.
Dann ist da noch das Mensa-Problem…

Mediziner ohne Mensa
Die Versorgung der Studierenden des Medizin-Campus mit Essen ist ein Dauerthema.
Unser Campus hat keine eigene Mensa, dafür ist die Kantine des Universitätsklinikums auch für die Studierenden geöffnet.
Eine Mensa, die spezifisch auf die finanziellen und sozialen Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet ist, gibt es bei uns nicht. Das liegt an der speziellen Situation: Auf dem Campus Niederrad treffen der universitäre Campus und das Universitätsklinikum aufeinander. Beide Institutionen gehören untrennbar zusammen, haben gleichzeitig aber recht unterschiedliche Anforderungen.
Bei der Essensversorgung wird das sehr deutlich:
Die Betriebskantine versorgt die Patienten, Angestellten und die Studierenden. Und muss dabei betriebswirtschaftlich wirtschaften.
Der Kantinenchef ist immer bemüht, aus der vorhandenen schwierigen Situation das Beste zu machen. Man muss an dieser Stelle noch einmal deutlich unterstreichen, dass er unter anderen Bedingungen planen und arbeiten muss, als die offiziellen Cafés und Mensen der Universität, die durch das Studentenwerk getragen und subventioniert werden. Und dass er trotzdem immer wieder offen für Gespräche mit den Studierenden ist.
Das ist auch ein Grund, warum die GLM mal wieder eine Mensa-Umfrage macht und Sie auch unbedingt daran teilnehmen sollten.

Das Café im Interimshörsaal war eine Übergangslösung und hat sich nicht mehr rentiert, darum ist es geschlossen worden.
Im Audimax ist dann wieder zumindest eine Caféteria des Studentenwerks geplant. Das dauert leider noch etwas – das Audimax hat voraussichtlich Anfang April Baubeginn und soll im SS 2016 fertig werden.
Das Studentenwerk ist aber mehr als eine Mensa
Es ist nicht nur für die Essens-Versorgung der Studierenden zuständig, sondern auch für viele andere Leistungen. Vom Wohnen über verschiedene Beratungsmöglichkeiten bis hin zur Kinderbetreuung.
Niederrad ist übrigens der einzige Campus mit zwei Wohnheimen.

Lesen Sie dazu auch mehr in: „Versorgung der Studierenden auf dem Campus Niederrad: Eine Information zur Schließung des Cafés und der künftigen Verpflegungssituation auf dem Medizinercampus“.

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