… braucht meist ein Grubengrabgerät. Wer Wer sich dieser Tage an unseren Campus Niederrad verirrt, muss aufpassen, nicht von Baggern oder Lastern überfahren zu werden oder in eine der vielen Baugruben zu fallen.
Die Bibliothek erreicht man, am besten in Gummistiefeln, in dem man einen der vor Kurzem zugeschütteten Gräben überquert. Gerne erinnern wir uns auch an die eigens für die Überquerung unseres eigenen Burggrabens errichtete Holzbrücke!
Das Lernstudio erscheint für Uneingeweihte geschlossen, nur ein Seiteneingang oder ein Umweg über den neu gebauten Parkplatz führen jetzt zu Büchern, Modellen und dem berühmten Lernstudio-Kaffee. An dieser Stelle eine Schweigeminute für ein weiteres Stückchen Grün neben dem Rosengarten, dass Parkplätzen weichen musste.
Macht man sich nun auf den Weg ans andere Ende des Campus, etwa in Richtung Hörsaal, äh –zelt, äh Interimshörsaal, klaffen alle 100 Meter Löcher im Boden.
Doch wo wird was gebaut? Für wen? Bis wann?
Um Licht in das Dunkel der Baugruben zu bringen, im Folgenden eine Übersicht über alle Löcher, Krater und Baustellen an unserem Campus.
Frei nach Goethe: Mehr Licht!
Loch 1: Baustelle zwischen Lernstudio und Bibliothek:
Im Laufe des nächsten Jahres entsteht zwischen diesen beiden Gebäuden das Lehr-/Lern- und Prüfungszentrum, ein Ort der für uns Studenten wichtig sein wird. Die geplante Fertigstellung ist Ende 2015.
Um die neue Versorgungsleitungen zu legen werden Straßen und Wege aufgerissen. Netter Nebeneffekt: Zur Zeit fühlt man sich auf dem
Weg in die Bibliothek wie auf einem Feldweg im tiefsten Taunus – dementsprechend sieht ihr Eingangsbereich leider auch aus.
Loch 2: auf der anderen Seite, direkt neben der Bibliothek:
Das Wirtschaftsgebäude, also das Haus, in dem unsere Mensa ist, wird in den nächsten 3 Jahren grundsaniert. Es muss also eine Interimslösung her. Deswegen wird neben der Bib der Interimsspeisesaal gebaut. Dort können Mitarbeiter, Patienten und Studenten in Zukunft essen. Es werden ca. 30 Plätze weniger sein, deswegen wird zu Semesterbeginn das Mitbringen von Boxhandschuhen empfohlen!
Achtung: „Interimslösung“ könnte das Wort des Jahres 2012 werden. Zumindest auf dem Campus Niederrad.
Loch 3: das foramen magnum campus frankfurteri, das grooße Loch direkt hinter dem Haupthaus:
Von Eingeweihten auch ehrfürchtig „Der Beginn des 2. Bauabschnitts“ genannt. Im Wesentlichen eine Erweiterung des Hauptgebäudes
mit der Idee, die Krankenversorgung an einem Ort zu zentralisieren. Kliniken wie z.B. HNO, Neurologie, Neurochirurgie usw. werden hier einziehen. Zudem wird das Ganze untertunnelt. Nicht etwa, um einen Frankfurter Teilchenbeschleuniger (für Einheimische: „Dailschebeschleunischä“) zu installieren, sondern um als Versorgungssystem zu dienen.
Wir freuen uns auf die ersten Wettrennen mit Patientenbetten – allerdings erst im Jahr 2016.
Berechtigte Frage: „Was passiert mit den dann leer stehenden Gebäuden?“ – Diese sollen Forschung und Lehre zu Gute kommen –
Wir sind gespannt!
Loch 4: direkt gegenüber, neben der Apotheke:
Das neue KOMM ! Kennt ihr, brauche ich nichts dazu zu schreiben. Siehe die Artikel im „PULS.“(Link). Dieses Frühjahr ist es soweit, wir freuen uns sehr!
Fun Fact: In unser dann altes iKOMM, bzw. darüber in der alten Wäscherei entsteht die Interimsküche! Somit ist für die obligatorische Anzahl von mindestens zwei Interimsgebäuden gesorgt…
Loch 5: Neben dem iKOMM:
Gebäude ohne Fenster? Nein, hier entsteht kein neuer Histosaal, sondern die Energiezentrale. In Zukunft schlägt hier also das technische Herz des Campus‘.
„Loch“ 6: Die Bauarbeiten am Sockel des Hauptgebäudes:
Neben 3 Kliniken der Inneren Medizin werden hier bis April 2014 zwei Exemplare einer vom Aussterben bedrohten Art (wieder) eingerichtet: Hörsäle! Die gab es dort vorher schon, sind aber durch die Bauarbeiten blockiert gewesen. Außerdem ist im Gespräch, ob in der Nähe ein Café entsteht, sodass auch für den morgendlichen Koffeinspiegel gesorgt ist.
„Loch“ 7: neben den Schranken an der Haupteinfahrt:
Da wo jetzt noch ein unansehnlicher Parkplatz ist, wird Anfang diesen Jahres mit den Arbeiten am neuen Audimax begonnen. Viele wissen es vielleicht nicht, aber once upon a time hatten wir Hörsäle, in die ganze Jahrgänge passten! Die Rede ist von richtigen Hörsälen mit Stufen, einem Sound, der kein Echo wie die Schweizer Alpen haben und einer Klimaanlage, die nicht so laut ist, dass man dem Professor von den Lippen lesen muss. Mit 550 Plätzen wird dann endlich genug Platz für Blockbuster Vorlesungen wie „Anatomie I“ oder „Wicht’s Weihnachtsgeschichten“ sein.
Der aufmerksame Leser wird jetzt fragen: „Wo parken dann die ganzen Autos?“
Auch dafür gibt es eine Lösung: Der alte Histosaal wird abgerissen und ein Parkhaus draufgesetzt. Die Histologiestunden finden ab dann im Haus 28 statt, dort wurde ein neuer Histosaal mit Fenstern (echte!) integriert.
Verwirrt? Verwundert? Begeistert?Ich finde, die ganzen Gruben haben neben Matsch, Staub und Lärm auch ihr Gutes.
Was entsteht, wird eines Tages von uns genutzt – das neue KOMM- oder kommt Patienten zu Gute – der Erweiterungsbau vor dem Haupthaus.
Ach ja, die Patienten… Viel öfter als früher wird man in letzter Zeit gefragt „ Wo ist denn Haus so und so?“ oder „ Wo können wir hier denn mal einen Kaffee trinken?“
Ich fordere aus diesem Grund, frei nach Goethe: „Mehr Schilder!“
Martin Mendel