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Magersucht im Studium: Schlank oder krank?

Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Esssucht treten vor allem bei jungen Erwachsenen auf. Eine Altersgruppe, zu der auch Studierende gehören. Gerade der Beginn eines Studiums ist besonders stressig: Für viele junge Menschen bedeutet dies einen Wohnortwechsel, sie verlassen die bekannte Umgebung und die bekannten Menschen. Neben dem eigentlichen Studienpensum kommen noch Jobs und weitere Belastungen hinzu. Diese Mehrfachbelastung kann unter Umständen auch zu Essstörungen führen. Da die Betroffenen sich selbst nicht als krank betrachten, ist es besonders schwierig, ihnen zu helfen. „Schlank“ ist für uns heute ein Schönheitsideal, die Übergänge zwischen „schlank und „krank“ sind fließend.

In dem Zeit-online Beitrag “Dünn, immer dünner” beschreibt eine Leserin die Magersucht ihrer Mitstudentin. Ein bedrückender Beitrag, der die Hilflosigkeit der Freunde und Mitstudierenden beschreibt.
Für Studierende, die befürchten, an einer Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Esssucht erkrankt zu sein, gibt es das Projekt “ProYouth” der Universität Heidelberg. “Pro Youth” ist ein europaweitees Projekt, dass das frühere Projekt “Es(s)prit” ablöst. Dieses Online-Hilfsangebot kann anonym abgerufen werden. So muss nicht erst die Hemmschwelle überwunden werden, sich persönlich bei einem Therapeuten zu melden. Lesen Sie dazu auch “”PULS.”: Online-Hilfe bei Magersucht, Bulimie und anderen Essstörungen”.

Bettina Wurche

 

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