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Bibliothek: Umbau für mehr Arbeitsplätze

In der Medizinischen Hauptbibliothek herrscht chronische Platznot.
In den Stoßzeiten ist jeder Tisch besetzt und zahlreiche weitere Studierende finden keinen Arbeitsplatz mehr.

Die Bibliothek ist in Haus 10, einem ehemaligen Schwesternwohnheim, untergebracht, im gleichen Gebäude residieren auch die Allgemeinmedizin und das Baudezernat. Alle Räume und Flure sind voll belegt, die Bibliothek hatte keine Möglichkeit, sich auszudehnen.
Trotzdem haben die Bibliotheks-MitarbeiterInnen es geschafft: „In drei Wochen werden rund 50 weitere Arbeitsplätze für die Studierenden da sein. Wir sind wirklich froh, dass wir das hinbekommen haben und der Lehr- und Studienausschuss die nötigen Mittel für die zusätzliche Möblierung genehmigt hat.“ meint Frau Krüger, die Leiterin der Bibliothek dazu.Dazu hat das Bibliotheksteam Zeitschriftenbestände aus den Kellerräumen ausgelagert. „Diese Zeitschriften sind als elektronische Ressource natürlich weiterhin jederzeit greifbar.“ versichert Frau Krüger „Die Papierzeitschriften sind so gut wie nicht mehr genutzt worden.“ So ist im Keller viel Platz geschaffen worden, die Kellerräume werden gerade eingerichtet. Neben der Möblierung bedeutet das auch das Verlegen von Steckdosen zu jedem Tisch für Leselampen und Laptops der Studierenden. Dabei müssen auch bauliche Details wie Notausgänge und Stromversorgung berücksichtigt werden. Die Elektriker werden dazu in den nächsten Wochen noch einige Veränderungen vornehmen. Sie haben zugesagt, so weit wie möglich vor der täglichen Bibliotheksöffnung zu arbeiten, möglicherweise kommt es aber ausnahmsweise auch während des Silentiums noch kurzfristig zu etwas Lärm.
Auch im Erdgeschoß werden noch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, zur Geräuschdämmung wird der schöne Parkettboden mit Teppich bedeckt.

Die BibliothekarInnen sind sich einig: „Wir sind wirklich froh, dass wir diese zusätzlichen Arbeitsplätze anbieten können“.
„Allerdings“, so Frau Krüger, „dann ist das Ende der Fahnenstange in diesem Gebäude wirklich erreicht. Es ist einfach kein Platz mehr da. Wir hoffen im Interesse der Studierenden, dass im Medicum noch weitere Arbeitsplätze eingerichtet werden. Am schönsten wäre es natürlich gewesen, die  Bibliothek und weitere Arbeitsplätzen im Medicum mit einem überdachten Gang zu verbinden. Aber das ist wohl aus finanziellen Gründen nicht möglich.“

Silentium: Handy-Gebimmel – Nein Danke!

Silentium ist das lateinische Wort für „Ruhe“ oder „Stille“.
Die Zeit der Stille und des Gebets im Kloster und die Zeit der  Hausaufgabenbetreuung in Ganztagsschulen wird damit bezeichnet.
Außerdem ist „Silentium“ auch noch der Name einer finnischen Metal-Band, was aber in diesem Kontext von eher untergeordneter Bedeutung ist.
“Silentium“, also Ruhe, sollte auch in der Bibliothek selbstverständlich sein. Insbesondere in einer Universitätsbibliothek, denn hier wird konzentriert gelernt.
Handys sind in Bibliotheken ein unangenehmer Störfaktor.
Ein Handy ohne akustisches Signal oder SMS-Geschreibsel ist tolerierbar, ein klingelndes Handy ist nicht akzeptabel.
Auch wenn die Besitzerin/der Besitzer beim ersten Klingelton hektisch aufspringt und nach draußen stürzt und dabei im Sotto-voce-Tonfall den üblichen „Moment! Ich kann gerade nicht reden! Jetzt gleich aber…“-Sermon ablässt. In getragenem sotto voce
Also: In der Bibliothek bitte das Handy aus- oder auf „lautlos“ stellen!

Ihre Kommilitonen werden es Ihnen danken.

 

Bettina Wurche

 

 

 


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