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	<title>puls. &#187; Lernen und Lehren</title>
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	<description>News-Magazin des FB Medizin der Goethe-Uni</description>
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		<title>Rechtsmedizin (Teil 1): Dienst am Lebenden und am Toten</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
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		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Rechtsmediziner sind mittlerweile mediale Helden: Die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta von Patricia Cornwell Die forensische Anthropologin „Bones“ Temperance Brennan von Kathy Reichs. Ulrich Mühe als Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar in „Der letzte Zeuge“. Auch im beliebten „Tatort“ werden sie immer häufiger &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/rechtsmedizin-teil-1-dienst-am-lebenden-und-am-toten">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rechtsmediziner sind mittlerweile mediale Helden:<br />
Die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta von Patricia Cornwell<br />
Die forensische Anthropologin „Bones“ Temperance Brennan von Kathy Reichs.<br />
Ulrich Mühe als Gerichtsmediziner <a title="Arte: Der letzte Zeuge" href="http://www.arte.tv/de/ulrich-muehe/1573634,CmC=1576708.html" target="_blank">Dr. Robert Kolmaar in „Der letzte Zeuge“</a>.<br />
Auch im beliebten „Tatort“ werden sie immer häufiger zu tragenden Säulen der Handlung. Von dem skurril-genialen Prof. Börne mit Slapstick-Einlagen bis zu ernsthafteren Figuren jeglichen Gemüts im grünen Kittel.</p>
<p>Aber wie sieht der Alltag in einem universitären Institut für Rechtsmedizin aus?<br />
<strong>Prof. Dr. Marcel A. Verhoff ist seit Oktober 2013 der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Goethe-Universität</strong>, sein Spezialgebiet ist die forensische Osteologie.<br />
Im puls.-Interview und gibt er einen spannenden Einblick in die Arbeit der Rechtsmedizin.</p>
<p><strong>puls.: „Herr Prof. Dr. Verhoff, was sind die Aufgaben der Rechtsmedizin in unserer Zeit?“</strong><br />
M. V.: „Die meisten Menschen denken bei „Rechtsmedizin“ zuerst an die Obduktion von Verstorbenen.<br />
Das ist nur teilweise richtig.<br />
Zunächst sollte man dazu die Aufgabenbereiche der „Pathologie“ und der „Rechtsmedizin“ sorgfältig abgrenzen:<br />
Die Pathologie untersucht mittlerweile überwiegend Gewebe-Proben, die Anzahl der Sektionen ist hier bedauerlicherweise deutlich zurückgegangen. Dabei wäre dies sehr wichtig für die Überprüfung von Diagnostik und Therapie, also für die Qualitätssicherung in der Patientenversorgung. Allerdings müssen die Angehörigen des verstorbenen einer Sektion zustimmen und daran scheitert es dann oft. Immer wieder hört man aus dem klinischen Alltag, dass die behandelnden Ärzte des verstorbenen Patienten die Angehörigen gar nicht erst befragen, um so der Obduktion von vorneherein aus dem Weg zu gehen.</p>
<p>Die Rechtsmedizin setzt sich vielmehr mit Fragen der Justiz auseinander – dabei geht es um den Nachweis möglicher Gesetzesverstöße, mögliche krimineller Handlungen oder mögliche Gewaltopfer. Die Rechtsmediziner haben als sogenannte Sachverständige im Verfahren eine neutrale Position. Ob jemand eine kriminelle Handlung begangen hat oder ein Gewaltopfer geworden ist, kommt erst im Verlauf der Untersuchung heraus!<br />
Wenn ein Anfangsverdacht besteht, können wir im Auftrag der Ermittlungsbehörden tätig werden.<br />
Bei lebenden Menschen geht z.B. es um die Bereiche Häusliche Gewalt, Doping, Versicherungsbetrug, Vergewaltigungen, Kindesmissbrauch, Verkehrsdelikte oder ärztliche Behandlungsfehler.<br />
Wenn ein Arzt bei der regulären Leichenschau die Todesart nicht ganz zweifelsfrei als natürlich feststellen kann, muss er die Polizei informieren. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, ob die Gerichtsmedizin eingeschaltet wird.<br />
Die Rechtsmedizin besteht grundsätzlich aus den drei Bereichen Medizin/Morphologie, Toxikologie und der DNA-Analyse.<br />
Als Institut einer Universität sind für uns natürlich Lehre und Forschung wichtige Aufgaben, daneben stehen die Serviceleistungen – unsere Expertise für die Justiz.“<span id="more-9967"></span><!--more--></p>
<p><strong>puls.: „Welche Auswirkungen hat die Medienpräsenz auf die Lehre in der Rechtsmedizin? Wer ist Ihr persönlicher Favorit der Medien-Rechtsmediziner?“</strong><br />
M. V.: „Zu meinem Amtsantritt wurde eine Pressekonferenz einberufen – das hat mich schon ein wenig überrascht. Dieses Interesse ist positiv, denn wir Rechtsmediziner sind darauf angewiesen, dass uns die Öffentlichkeit wahrnimmt.<br />
Früher war unsere Disziplin eher im Hintergrund, das hat sich durch die Medienaktivitäten geändert.<br />
Die Medienpräsenz, vor allem die TV-Serien, haben einerseits zu einem sehr positiven Bild des Rechtsmediziners nach außen geführt und andererseits ein positives Bild eine starken Rechtsstaats vermittelt: „Wir finden alles ´raus“.<br />
Mein persönlicher Favorit war der verstorbene Ulrich Mühe in der Reihe „Der letzte Zeuge“.<br />
Etwa um die Jahrtausendwende sollten zahlreiche Rechtsmedizinische Institute geschlossen werden. Durch die Präsenz unserer Themen in der Öffentlichkeit konnte das weitgehend abgewendet werden. Letztlich geschlossen wurden nur die Institute in Marburg und Aachen.<br />
Allerdings sind die Stellen, vor allem die Lehrstühle, massiv zusammengestrichen worden. Das bedeutet z.B., dass heute in Instituten mit ehemals drei Professuren nur noch eine übrig geblieben ist. Oder ein außerplanmäßiger Professor (Apl. Prof.) leitet ein Institut zunächst kommissarisch und später offiziell und das Institut verfügt über keinen Lehrstuhl mehr. Das hat natürlich massive negative Auswirkungen auf die Forschung und Lehre.“ Da die rechtsmedizinische Lehre meist aus Gewohnheit und Überzeugung in hoher Qualität und Umfang aufrechterhalten wird, leidet die Forschung am meisten.&#8221;</p>
<p><strong>puls.: „Hat die Medienpräsenz auch direkte Auswirkungen auf die Lehre und die Akzeptanz unter den Studierenden für das Fach?“</strong><br />
M. V.: „Die Studierenden sind heute viel frühzeitiger und besser über das Berufsfeld informiert.<br />
Ich habe das Studium Anfang der 1990-er Jahre begonnen und dieses Fach erst nach dem Physikum „entdeckt“. Regulär kommt man damit erst im 9. oder 10. Semester in Berührung. Für meine Famulatur in der Rechtsmedizin habe ich damals bis nach Kiel gehen müssen, das war noch gar an nicht in jeder Fakultät möglich. Für unser Institut ist mir darum sehr wichtig, dass wir das Praktikum „Berufsfelderkundung“, Famulaturen, das Wahltertial im „Praktischen Jahr“ (PJ) und Promotionen anbieten.“<br />
Um die Studierenden frühzeitig im Studium anzusprechen, biete ich begleitend zum Anatomie-Kurs die freiwillige Teilnahme an einer Sektion an.<br />
Außerdem halte ich im klinischen Studienabschnitt einen Kurs als Wahlpflichtfach in meinem Spezialgebiet, der Forensischen Anthropologie, da geht es vor allem um Osteologie und Bildidentifikation.“</p>
<p><strong>puls.: „Was ist Forensische Osteologie und Bildidentifikation?“</strong><br />
M. V.: „In der forensischen Osteologie geht es u. a. um Knochenfunde. Einzelne Knochen, Skelettteile oder ganze Skelette, die der Polizei gemeldet worden sind, müssen analysiert werden. Zuerst geht es natürlich darum, ob es überhaupt menschliche Knochen sind. Dann geht es um weitere Aussagen zu Alter, Liegedauer, Geschlechtsbestimmung oder Verletzungen – wir tragen alle Fakten zusammen.&#8221;</p>
<p>Bei der forensischen Bildidentifikation geht es um die Bildauswertung im Kontext der juristischen Verfolgung von Straftaten oder Vergehen. Wir werten etwa Photos aus, die bei Geschwindigkeitsübertretungen aufgenommen worden sind. Oder die Aufnahmen von Überwachungskameras während eines Banküberfalls. Das Abbild des Gesichts kann je nach Winkel der Aufnahme und Kameraabstand ganz schön variabel sein. Damit Bilder aber als Beweismittel vor Gericht Bestand haben, müssen wir sie mit möglichst geringem Restzweifel zuordnen. Durch verschiedene relative Maße in einem Gesicht – etwa die Relation von Höhe und Breite oder die relativen Abstände von Mund, Nase, Augen und Ohren – können wir belastbare Aussagen machen. Dann kann man verschiedene Bilder miteinander korrelieren oder ein Bild sicher einer Person zuordnen.“</p>
<p><strong>puls.: „Sie hatten in verschiedenen Interviews moniert, dass Morde unentdeckt bleiben könnten. Kommt das oft vor?“</strong><br />
M. V.: „Das wissen wir natürlich letztendlich nicht, aber es gab da schon einige Fälle, in denen Morde einfach übersehen worden waren und nur durch Glück bzw. Pech für den Täter ans Tageslicht kamen.<br />
Die reguläre Leichenschau durch einen herbeigerufenen Arzt muss nach festen Regeln ablaufen: Der Verstorbene muss entkleidet und von allen Seiten betrachtet werden. Schuss- oder Stichwunden, die Trockenheit im äußeren Mundbereich durch Ersticken, auffällige blaue Flecken oder ähnlich offensichtliche Folgen äußerer Gewalteinwirkung sollten dabei entdeckt werden.<br />
Das ist aber leider nicht immer der Fall.</p>
<p>Für eine Erdbestattung reicht die einfache, reguläre Leichenschau.<br />
Ein besonders skurriler Fall war, dass einem Bestatter auffiel, dass Blut aus einem Sarg tropfte. Dafür ist schon ziemlich viel Blut nötig, da der Sarg mit saugfähigem Material gefüllt ist. Der Bestatter suchte also nach der Ursache. Schließlich stellte sich heraus: Der Verstorbene hatte eine Stichwunde am Rücken<br />
So etwas hätte natürlich einem Arzt bei der Leichenschau auffallen müssen.</p>
<p>Für eine Feuerbestattung muss eine zweite Leichenbeschau durchgeführt werden, oft durch einen Rechtsmediziner.<br />
Dabei fallen dann auch manchmal unnatürliche Todesursachen auf: Wir hatten einen Fall mit dem Leichnam eines sehr alten Mannes, der hatte ein großes Pflaster im Brustbereich. Das Pflaster war dilettantisch angelegt und bestand aus Taschentüchern und Klebeband – so etwas hätte kein medizinisches Personal gemacht. Und unter dem Pflaster war eine Messerstichwunde!&#8221;</p>
<p><em>Lesen Sie morgen Teil 2 des Interviews.</em></p>
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		<title>„Master of Medical Education“ – für eine bessere medizinische Lehre</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/master-of-medical-education-fuer-eine-bessere-medizinische-lehre</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2014 08:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Carolinum]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[„MME“ ist die Abkürzung für den Postgraduierten-Studiengang „Master of Medical Education“. Das Zertifikat soll zu einer besseren Lehre an den Medizinischen Fakultäten führen. Wichtige Ziele des Studiengangs sind: Professionalisierung der Medizinischen Ausbildung Erhöhung der Qualität der Lehre Qualifizierung von Ausbildungstrainern (´train &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/master-of-medical-education-fuer-eine-bessere-medizinische-lehre">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„MME“ ist die Abkürzung für den Postgraduierten-Studiengang <a title="MME" href="http://www.mme-de.de/" target="_blank">„<b>Master of Medical Education</b>“.</a><br />
Das Zertifikat soll zu einer besseren Lehre an den Medizinischen Fakultäten führen.<br />
Wichtige Ziele des Studiengangs sind:</p>
<ul>
<li>Professionalisierung der Medizinischen Ausbildung</li>
<li>Erhöhung der Qualität der Lehre</li>
<li>Qualifizierung von Ausbildungstrainern (´train the trainer`) und Multiplikatoren sowie Führungspersonen insbesondere aus der Hochschulmedizin</li>
<li>Förderung des bundesweiten und internationalen wissenschaftlichen Austausches</li>
<li>Verbesserung der Ausbildungsforschung</li>
</ul>
<p>Eine Handvoll Dozenten unseres Fachbereichs hat mittlerweile das begehrte Zertifikat &#8211; den Master of Medical Education (M. Sc.).<br />
Frau PD Dr. Susanne Gerhardt-Szép ist eine davon.</p>
<p><strong>Im „puls.“-Interview erzählt sie, warum ihr die Lehre wichtig ist und was der MME für sie bedeutet:</strong></p>
<p><strong>puls.: „Wie sind Sie persönlich darauf gekommen, das MME-Zertifikat zu erwerben – den </b>„<b>Master of Medical Education</b>“</strong>?“<br />
S. G.-S.: „Ich habe von einer Kollegin aus Münster von diesem Postgraduierten-Master-Studium erfahren, also über Mundpropaganda. Das war noch ganz zu Beginn des Studiengangs, 2005.<br />
Ich bin dann an meinen Vorgesetzten herangetreten und habe ihm gesagt, dass ich daran teilnehmen möchte. Die Inhalte des MME waren für mich sehr wichtig, weil ich schon sehr lange in der Lehre tätig bin und diese Chance zu einer Professionalisierung unbedingt nutzen wollte.<br />
Das MME-Zertifikat und die Inhalte sind insgesamt aber noch nicht sehr weit bekannt, es wäre gut, wenn sie stärker kommuniziert würden.“<img title="Weiterlesen …" alt="" src="https://puls.meertext.eu/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /><img title="Weiterlesen …" alt="" src="https://puls.meertext.eu/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /><span id="more-9961"></span><br />
<img title="Weiterlesen …" alt="" src="https://puls.meertext.eu/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><strong>puls.: „Wie lange hat das MME-Studium gedauert und wie ist es aufgebaut? Was kostet es?“<br />
</strong>S. G.-S.: „Ich war in der 4. Kohorte, mittlerweile läuft ja schon die Nr. 11. Das Curriculum läuft umfasst zwei Jahre (4 Semester). Die Präsenzphase beinhaltet acht Module von jeweils fünf Tagen. Im Rahmen des Studiengangs fertigt jeder Teilnehmer eine Projektarbeit und die Masterarbeit an. Pro Semester kostet das MME-Studium 4500,00 €. Dazu kommen noch die Reisekosten (Übernachtungen, Verpflegung), insgesamt werden es etwa 23.000 €. Bei mir haben der Fachbereich Medizin und das Carolinum die Kosten für je ein Semester übernommen, den Rest habe ich selbst bezahlt.“</p>
<p><strong>puls.: „Welchen Einfluss haben das Zertifikat und die erworbenen Kenntnisse auf Ihre Lehre?</strong><br />
S. G.-S.: „Mich interessiert der Bereich der Ausbildungsforschung besonders stark, schließlich arbeite ich in diesem Bereich schon sehr viele Jahre. Mit der Einführung in die professionelle Lehrforschung ist mir klar geworden, dass gute Lehrforschungs-Fragestellungen genauso hohen wissenschaftlichen Wert haben wie andere Forschungsthemen. Das war für mich eine besonders wichtige Erkenntnis.<br />
Auch sehr wichtig fand ich die Projekt- und Masterarbeit – hier konnten unter professioneller Supervision unserer Dozenten wichtige Module für unsere Praktika im Carolinum enstehen.“<img title="Weiterlesen …" alt="" src="https://puls.meertext.eu/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><strong>puls.: „Welche Inhalte umfasst das MME-Studium?“<br />
</strong>S. G.-S.: „Die Ausbildungsinhalte sind in insgesamt 8 Module gegliedert:</p>
<ul>
<li>Curriculumsentwicklung, Fakultätsentwicklung 1</li>
<li>Kommunikation</li>
<li>Lehren und Prüfen 1</li>
<li>Lehren und Prüfen 2</li>
<li>Lehren und Prüfen 3</li>
<li>Ausbildungsforschung und Vorstellung der Themen der Master-Thesen</li>
<li>Leadership und Fakultätsentwicklung 2</li>
<li>Exkursion zu ausländischen Ausbildungsstätten und deren Evaluation“</li>
</ul>
<p><strong>puls.: „Was war das Thema Ihrer Projektarbeit? Und worüber haben Sie ihre Master-Arbeit geschrieben?“</strong><br />
S. G.-S.: „Die Projektarbeit war mir sehr wichtig: Das Projekt sollte die Lehre in der eigenen Fakultät voranbringen. Mein Projekt war ein Bestandteil von <a href="http://elearning.med.uni-frankfurt.de/vortrag/">FranZI &#8211; Frankfurter Zahnmedizinische Initiative</a>. Im Rahmen der Arbeit habe ich unser Einstiegsmodul namens „Zahnschmerzambulanz:: BASIC“ erstellt, ein eLearning-Angebot für unsere Studierenden. Wir haben meine Arbeit anschließend gut nutzen können, es war also direkt sehr praxisorientiert.<br />
Die Masterarbeit habe ich über unterschiedliche Arten der tutoriellen Begleitung beim POL verfasst. Im Carolinum arbeiten wir ja viel mit POL (Problemorientiertes Lernen). Für beide Arbeiten habe ich mit meinem Team jeweils einen externen Lehrpreis (Dental Education Award) der DGZMK erhalten. Diese Wertschätzung hat uns allen sehr viel Motivation geschenkt.“</p>
<p><strong>puls.: „In welcher Weise kann der Fachbereich von diesen neuen Kenntnissen und Fertigkeiten profitieren? Wie sieht es mit der „</b><b>Qualifizierung von Ausbildungstrainern (´train the trainer`) und Multiplikatoren sowie Führungspersonen insbesondere aus der Hochschulmedizin“ in der Realität aus? Und mit der „Förderung des bundesweiten und internationalen wissenschaftlichen Austausches“?</strong><br />
S. G.-S.: „Ich mache bzw. organisiere Fortbildungen und Trainingsseminare für meine direkten Kollegen. Dafür habe ich schon mal Fördergelder der Goethe-Universität eingeworben. Im letzten Jahr konnten wir so an einem „Blended Learning“-Seminar in Berlin teilnehmen. Ich würde mir von unserem eigenen Fachbereich dabei etwas mehr Unterstützung wünschen, das wäre noch ausbaufähig.<br />
Insgesamt könnten die Kenntnisse und Fähigkeiten der MME für die Lehre noch stärker genutzt werden. Ein Beispiel dafür wäre etwa die Curriculumsentwicklung. Von anderen Standorten ist allerdings auch zu hören, dass die MME-ler und ihre Kenntnisse jeweils vor Ort noch besser genutzt werden könnten.<br />
Einen etablierten Austausch innerhalb einer Scientific Community vor Ort gibt es (noch) nicht. 11 Dozenten aus Frankfurt haben das Zertifikat erworben, davon sind aber schon wieder so einige abgewandert. Wir haben es jetzt immerhin mal geschafft, uns mit allen verbliebenen MME-lern an diesem FB zu treffen und uns auszutauschen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt wäre, das MME-Zertifikat mit in die Habilitationsordnung aufzunehmen. Es sollte positiv gewertet werden – wie etwa die Lehrpreise.<br />
Ich würde mir auch wünschen, dass der FB ein strategisches Leitbild zur Lehre formuliert, das wäre ein starkes Statement nach innen und außen.<br />
Eine solche Anerkennung von zentraler Stelle wäre eine gute Motivation für die MME-ler.“<!--more--></p>
<p><strong>puls.: „Frau Dr. Gerhardt-Szép, was bedeutet Lehre für Sie?“<br />
</strong>S. G.-S.: „Die Lehre ist ein wichtiges Anliegen einer Universität! Forschung und Lehre sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille. Keine Seite funktioniert ohne die andere.<br />
Die Lehre sollte keine Routine werden, sondern von Neugier und Zweifel geführt werden.<br />
Wichtig ist dabei, aus Fehlern zu lernen. Das gilt ja nicht nur für die Lehre – gerade beim Erwerb von praktischen Kompetenzen habe ich oft aus meinen Fehlern gelernt. Insgesamt ist ein konstruktiver Umgang mit Fehlern wichtig, eine konstruktive Fehlerkultur eben.“</p>
<p>Der MME ist eine Initiative des Medizinischen Fakultätentages (MFT).<br />
Der Wissenschaftsrat<br />
<a href="http://www.wissenschaftsrat.de/ueber-uns.html">http://www.wissenschaftsrat.de/ueber-uns.html</a><br />
sieht in dem &#8220;[…] interfakultären Masterstudiengang &#8220;Master of Medical Education&#8221; ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Qualität der Lehre, der Qualifizierung von Multiplikatoren und Förderung des bundesweiten Austausches“.</p>
<p>puls. dankt Frau PD Dr. Gerhardt-Szép für das Interview!</p>
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		<title>Termine: OSCE-Pädiatrie Einteilung für April 2014</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/termine-osce-padiatrie-einteilung-fur-april-2014</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2014 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
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		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Einteilung für Ihre Pädiatrie-OSCE-Prüfung finden Sie in OLAT. Folgender Link führt Sie direkt zur Einteilung. Wir bitten Sie, sich hier anzumelden, damit wir Ihnen Veränderungen per Mail zukommen lassen können: https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/repo/go?rid=2195128331 Dr. Richard Melamed Jutta Badina Akademisches Prüfungsamt &#160; &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/termine-osce-padiatrie-einteilung-fur-april-2014">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einteilung für Ihre Pädiatrie-OSCE-Prüfung finden Sie in OLAT.<br />
Folgender Link führt Sie direkt zur Einteilung. Wir bitten Sie, sich hier anzumelden, damit wir Ihnen Veränderungen per Mail zukommen lassen können:<br />
<a href="https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/repo/go?rid=2195128331" target="_blank">https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/repo/go?rid=2195128331</a></p>
<p>Dr. Richard Melamed<br />
Jutta Badina<br />
Akademisches Prüfungsamt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fachübergreifendes Tutorentraining im SS 2014 (Grundlagentraining)</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/fachubergreifendes-tutorentraining-im-ss-2014-grundlagentraining</link>
		<comments>http://puls.meertext.eu/fachubergreifendes-tutorentraining-im-ss-2014-grundlagentraining#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 09:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Grundlagentraining soll Tutorinnen und Tutoren durch eine grundlegende didaktische Qualifizierung auf die Gestaltung und Moderation von Tutoriensitzungen vorbereiten. Inhalte der Grundlagenqualifizierung sind: Didaktische Methoden, Moderation und Aktivierung Didaktische Reduktion, Zeitplanung, Tipps zur Gestaltung Rolle und Aufgaben von Tutoren, Grenzen &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/fachubergreifendes-tutorentraining-im-ss-2014-grundlagentraining">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Grundlagentraining soll Tutorinnen und Tutoren durch eine grundlegende didaktische Qualifizierung auf die Gestaltung und Moderation von Tutoriensitzungen vorbereiten.<br />
Inhalte der Grundlagenqualifizierung sind:</p>
<ul>
<li>Didaktische Methoden, Moderation und Aktivierung</li>
<li>Didaktische Reduktion, Zeitplanung, Tipps zur Gestaltung</li>
<li>Rolle und Aufgaben von Tutoren, Grenzen der Rolle</li>
<li>Aspekte wie Lernstile, Lerntypen, Lernprozesse usw.</li>
<li>Themen der Teilnehmende (Sorgen, Ängste, Störungen)</li>
</ul>
<p>Das Training findet am 04.04.2014 von 10:00 bis 17:00 Uhr auf dem Campus Bockenheim statt.<br />
Bitte melden Sie sich dafür an unter</p>
<p>http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/tutorentraining/</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie <a title="Tutorentraining Grundlagen SS 2014" href="http://web.uni-frankfurt.de/dz/neue_medien/tutorenprogramm/SoSe14/Tutorentraining_Grundlagen_allg_SoSe2014.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lernen? Oder lieber Backen, Joggen, Putzen, ….</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/lernen-oder-lieber-backen-joggen-putzen</link>
		<comments>http://puls.meertext.eu/lernen-oder-lieber-backen-joggen-putzen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nächste Klausur steht an? Der Termin für die Abgabe des Protokolls, der Doktorarbeit, …rückt erbarmungslos näher? Klar, eigentlich müsste man sich hinsetzen und einfach nur lernen oder schreiben. Aber irgendwie ist es schwierig, einfach still vor Buch oder Bildschirm &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/lernen-oder-lieber-backen-joggen-putzen">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die nächste Klausur steht an? Der Termin für die Abgabe des Protokolls, der Doktorarbeit, …rückt erbarmungslos näher?<br />
Klar, eigentlich müsste man sich hinsetzen und einfach nur lernen oder schreiben.<br />
Aber irgendwie ist es schwierig, einfach still vor Buch oder Bildschirm sitzen zu bleiben.<br />
Der Bewegungsdrang ist stärker.<br />
Und Bewegung ist ja auch gesund – also: Ab in die Joggingschuhe und ein paar Kilometer um den Block getrabt.</p>
<p><strong>Kuchen oder Brot?<br />
</strong>Dann wieder zum Lernen hingesetzt…aber die innere Unruhe bleibt.<br />
Hmmm….in Prüfungsphasen sollte man unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung achten. Da könnte ich ja noch mal schnell noch ein Brot backen. Oder einen Kuchen, so als Nervennahrung.<br />
Beim Teigkneten ergeben meine unruhigen Hände auch wieder einen Sinn und schon höchstens eine halbe Stunde später ist etwas Leckeres im Ofen.<br />
Dann riecht es so gut, dass ich mich kaum aufs Lehrbuch konzentrieren kann…</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/2rczB40P1sA" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><strong>Waschmaschine oder Staubsauger?<br />
</strong>Innere Unruhe baut man am besten mit Bewegung ab.<br />
Und dann könnte ich ja auch gleich etwas Sinnvolles machen – z. B. Putzen!<br />
Vielleicht Wäsche waschen? Das erledigt die Waschmaschine ja eigentlich allein, nur noch eben schnell die Wäsche zusammensuchen und sortieren. Und dann noch die passenden Münzen gesucht und schnell in den Waschkeller getrabt…<br />
Und dann noch schnell etwas durchsaugen.<br />
So was kann ja auch Spaß machen.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/kEKVLjXO2Fk" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><strong>Kreatives Prokrastinieren<br />
</strong>Die Situation, eigentlich lernen zu wollen, und dann erst einmal ein paar Runden mit dem Unterbewusstsein und seinem festen Willen zur Prokrastination  in den Ring zu steigen, kennt  wohl fast jeder. Die gute Nachricht ist ja, dass das Unterbewusstsein irgendwann vom schlechten Gewissen abgelöst wird und man dann doch noch rechtzeitig zum Lernen kommt.</p>
<p>Und was machen Sie, um das Lernen noch einige klitzekleine Minuten hinauszuschieben?<br />
Chatten?<br />
Kekse backen?<br />
In der Bibliothek lernen?</p>
<p>Die Bloggerin Monika, die in Zürich Gesundheitswissenschaften und Technologie studiert und für die Neue Zürcher Zeitung einen Campus-Blog schreibt, hat jedenfalls ganz ähnliche Ablenkungsstrategien: <a title="Lern-Probleme: Lernen macht erfinderisch" href="http://campus.nzz.ch/lern-probleme/lernen-macht-erfinderisch" target="_blank">„Lernen macht erfinderisch“ </a></p>
<p>PS: Wenn Sie diesen Artikel gelesen und beide Videos geguckt haben, haben Sie 10 Minuten erfolgreich prokrastiniert. Jetzt aber zurück an die Bücher, hopphopp!</p>
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		<title>Neurologie: Lehre und Prüfungen  &#8211; Interview mit Herrn Dr. Kell</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Famulatur]]></category>
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		<category><![CDATA[PJ]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Neurologie verändert  ab dem Sommer-Semester 2014 ihre Prüfungsmodalitäten. Der Lehrbeauftragte, Herr Dr. Christian Kell, erklärt im puls.-Interview die Hintergründe für diese Entscheidung und was man sich davon verspricht. puls.: „Herr Dr. Kell, die Neurologie ist dabei, ihre Lehre grundsätzlich &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/neurologie-lehre-und-prufungen-interview-mit-herrn-dr-kell">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neurologie verändert  ab dem Sommer-Semester 2014 ihre Prüfungsmodalitäten.<br />
Der Lehrbeauftragte, Herr Dr. Christian Kell, erklärt im puls.-Interview die Hintergründe für diese Entscheidung und was man sich davon verspricht.</p>
<p><strong>puls.: „Herr Dr. Kell, die Neurologie ist dabei, ihre Lehre grundsätzlich umzustrukturieren.<br />
Welche Gründe gibt es dafür? Und: Wie sieht Ihr Praktikum aus?“</strong><br />
C. K.: „In der Neurologie nehmen wir die Lehre sehr ernst: Herr Prof. Steinmetz hat allein für das Blockpraktikum Neurologie zwei Assistenzärzte vollzeitig abgestellt.<br />
Von den Studierenden bekommen wir dafür sehr viel Wertschätzung zurück.<br />
Unser Block-Praktikum ist so aufgebaut, das wir vormittags den theoretischen Teil machen, nachmittags geht es dann praktisch an die Fälle.<br />
Unsere Erfahrung hatte gezeigt, dass zwar auch unsere vor dem Praktikum liegende Vorlesung gut besucht ist, obwohl sie um 08:15 Uhr beginnt. Im Praktikum hatten wir dann aber häufig Gruppen mit recht unterschiedlichem Wissensstand. Manche Studierende hatten die Vorlesung gehört, andere nicht, dementsprechend waren sie unterschiedlich vorbereitet.<br />
Wir wollten aber das Praktikum so gestalten, dass alle Studierenden mitkommen konnten.<span id="more-9687"></span></p>
<p>Damit das Praktikum erfolgreich laufen konnte, mussten wir also die Theorie nochmal eingehend besprechen, damit alle Studenten die Grundlage hatten, am Patienten zu verstehen, was sie da sehen. Das war nicht ideal für die Studierenden, die schon in der Vorlesung waren und den Stoff schon gelernt hatten. Außerdem hat es immer viel Zeit gekostet.<br />
Dann kam bei den Evaluationen heraus, dass die Studierenden lieber mehr praktische Fälle und ein längeres Praktikum haben wollten. Da wir das Praktikum nicht einfach verlängern konnten, mussten wir eine andere Lösung suchen, die Studierenden weiterhin theoretisch gut vorzubereiten und gleichzeitig mehr Platz für praktische Fälle zu schaffen.“</p>
<p><strong>puls.: „Welche Lösung haben Sie dafür gefunden?“<br />
</strong>C. K.: „Wir haben unser Fach aus der SAK herausgezogen und dürfen die Klausuren nun selbst vor dem Praktikum durchführen. Nach dem Praktikum gibt es in Form einer mündlichen Prüfung eine erneute Lernkontrolle.<br />
So haben wir jetzt mit Zustimmung des Fachbereichsrates nach positivem Votum des Studienausschusses, des Studiendekans für den klinischen Studienabschnitt Herrn Prof. Dr. Dr. Sader. dem Akademischen Prüfungsamt und der Fachschaft die Erlaubnis bekommen, die neue Neurologie-Prüfung ab dem SS 2014 selbst durchzuführen. Die schriftliche Prüfung ist in Form und Inhalt vergleichbar mit dem Neurologie-Anteil, der vorher Teil der SAK war. Auf diese Weise fällt auch die Neurologie aus der SAK heraus und entspannt diese etwas. Gerade dies wurde von den Studierendenvertretern sehr positiv aufgenommen.</p>
<p>So können wir den Anteil an Theorie im Praktikum verringern, die Studierenden sind trotzdem gut vorbereitet, weil sie ja schon für die Klausur gelernt haben und wir haben im Praktikum mehr Zeit für praktische Fälle.<br />
Wir denken, dass diese Umstellung eine didaktisch sinnvolle Sache ist und es wird sicherlich zum Wohl der Studierenden und ihres Studienerfolgs sein. Unser Ziel bei der Umstrukturierung der Prüfung ist, dass die Studierenden so gut wie möglich vorbereitet werden.“</p>
<p><strong>puls.: „Haben die guten Ergebnisse der Evaluierung einen Effekt auf die Anzahl der Famulanten und PJ-lern in der Neurologie?“</strong><br />
C. K.: „Die positiven Rückmeldungen der Studierenden schlagen sich deutlich in einer sehr hohen Nachfrage nach Famulatur- und PJ-Tertialplätzen nieder und auch in den späteren Bewerbungen. Wir versuchen, viele von denen aufzunehmen, aber manchmal geht einfach nicht mehr.<br />
Unser Chef ist der Meinung, dass man in die Ausbildung investieren muss, um gute Mitarbeiter zu bekommen. Und das bestätigt sich bei den Bewerbungen von sehr guten Leuten.</p>
<p>Wir nehmen unsere Studierenden hier ernst. Alle müssen im Praktikum aktiv werden und bekommen dann auch ein direktes Feedback. So haben sie die Chance, ihr Wissen auszuprobieren und sich zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie auch Kritik aushalten können. Das bekommen sie am Anfang der Woche so gesagt und das klappt sehr gut. Dafür bekommen sie von uns alles, was sie brauchen. Das zeigt unseren Studierenden, dass sie uns nicht egal sind.<br />
Das Neurologie-Praktikum ist ja erst sehr spät im Studium.<br />
Wir wollten aber gern schon möglichst frühzeitig im Studium Kontakt mit den Studierenden aufnehmen, darum bringen wir seit zwei Jahren mit sehr großem Aufwand jedem einzelnen Studierenden die neurologische Untersuchung im <em>UkliF-Kurs im ersten klinischen Semester</em> bei. Die Studierenden bekommen dann von uns, den Neurologen, aus erster Hand vermittelt, was sie später auf unseren Stationen brauchen.</p>
<p><strong>puls.: „Was hat Sie dazu gebracht, sich so stark in der Lehre zu engagieren?“</strong><br />
C. K.: „Ich bin sehr universitär geprägt. Als Student hatte ich einen Anatomie-Professor, der uns  hart rangenommen und mit uns seine Begeisterung geteilt hat: Herrn Prof. Dr. Stehle.<br />
Er war ein gutes Vorbild für gute Lehre.<br />
Meines Erachtens ist es das oberste Ziel in der Lehre, die Studierenden dafür zu begeistern und sie zu motivieren, sich selbst mit den Inhalten auseinanderzusetzen.<br />
In den mündlichen Prüfungen sehen wir dann, dass die Studierenden es geschafft haben, so zu lernen, dass sie auch mit außergewöhnlichen Themen konfrontiert werden können und auch die gut  beantworten können.<br />
Mir geht es darum, die Studierenden für die klinische Neurologie wie auch die Neurowissenschaft zu begeistern und ihnen klarzumachen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sein sollten. Sie sollen später Menschen gut versorgen können. Es geht also um Spaß am Lernen und gleichzeitig um Verantwortungsbewusstsein.“</p>
<p><strong>puls.: „Wie lange sind Sie schon als Lehrender aktiv?“</strong><br />
C. K.: „Ich mache seit vielen Jahren und sehr gerne Lehre, weil ich jedes Mal selbst etwas dazu lerne. Allein schon wegen der Fragen der Studierenden.<br />
Das Neuropraktikum betreue ich seit 3 Jahren, davor habe ich – auch schon als studentischer Tutor- Neuroanatomie und Neurophysiologie unterrichtet, das ist schon über 10 Jahre her.</p>
<p><strong>puls.: „Wirkt sich die Fachdisziplin Neurologie auf die Lehre aus?“</strong><br />
C. K.: „Das Metier Neurologie hat besondere Anforderungen: wir müssen besonders empathisch sein, um zu einer Diagnose zu kommen. Diese Empathie ist bei Neurologen sicherlich besonders ausgeprägt, weil wir sie für die Diagnosestellung unbedingt brauchen. Für uns ist es wichtig, dass die Patienten sich gut aufgehoben fühlen, denn nur wenn der Patient bei der Untersuchung gut mitarbeitet, haben wir eine realistische Chance, an die Informationen zu gelangen, die wir für eine korrekte Diagnosestellung benötigen.<br />
Mit den Kollegen der Vorklinik  arbeiten wir bereits zusammen. Sie bitten uns in die Vorlesungen, damit wir den Studierenden die Zusammenhänge der naturwissenschaftlichen Inhalte verdeutlichen: Anatomie und Physiologie sind Basiskenntnisse für den klinischen Studienabschnitt.<br />
Wir wollen keinesfalls klinische Inhalte in die Vorklinik legen. Aber wenn Studierende im vorklinischen Bereich erfahren, wie wichtig diese Grundlagen später sind, dann fällt das Lernen bestimmt leichter.“</p>
<p>puls. dankt Herrn Dr. Kell für das begeisternde Interview.</p>
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		<title>Evaluierung der Lehre – Ergebnisse jetzt online</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Feb 2014 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
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		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Evaluierung von der Pflichtlehrveranstaltungen (Kurse, Seminare, Blockpraktika) läuft an unserem Fachbereich schon seit Jahren. Die Studierenden beurteilen direkt die Stärken und Schwächen einer Lehrveranstaltung. Was ist gut an der Veranstaltung? Was kann verbessert werden? Die Evaluierung durch Studierende ist &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/evaluierung-der-lehre-ergebnisse-jetzt-online">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Evaluierung von der Pflichtlehrveranstaltungen (Kurse, Seminare, Blockpraktika) läuft an unserem Fachbereich schon seit Jahren. Die Studierenden beurteilen direkt die Stärken und Schwächen einer Lehrveranstaltung.<br />
Was ist gut an der Veranstaltung? Was kann verbessert werden?<br />
Die Evaluierung durch Studierende ist ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung.<br />
Bisher wurden die Ergebnisse in der „synapse“ veröffentlicht. Jetzt sind sie auch online einsehbar – auf OLAT!</p>
<h3><span style="text-decoration: underline;">Herr Dr. Anwar Syed Ali führt die LehrEvaluierung durch und erklärt im puls.-Interview Hintergründe</span></h3>
<p><b>puls.: „Wie läuft die Evaluierung ab und was sagt sie aus?“<br />
</b>A. S. A.: „Die Studierenden geben die Evaluierung anonym ab.<br />
Sie gibt ein Feedback zu den Lehrveranstaltungen, nicht zu einzelnen Dozenten.<br />
Wenn man die Evaluierung über die Jahre betrachtet, fällt auf, dass die Ergebnisse oft recht ähnlich bleiben. Das bedeutet, dass Dozentenwechsel offenbar meistens nicht ins Gewicht fallen. Das Feedback bezieht sich also eher auf die Fächer, als auf die Lehrenden. Das macht es für Dozenten in schlecht benoteten Fächern schwierig, ihre Ergebnisse zu verbessern.<br />
Natürlich sind trotzdem einige Veränderungen zu sehen: Die Orthopädie und die Augenheilkunde werden heute viel besser bewertet als noch etwa 2005. Das bedeutet, dass in diesen Fächern wirklich massiv an der Verbesserung der Lehre gearbeitet worden ist!<br />
Die Evaluierung ist unbedingt sinnvoll. Weil sie Veränderungen dokumentiert.<br />
Außerdem ist es sehr wichtig, die Evaluierungs-Ergebnisse auch zu publizieren: Dann sehen die Studierenden, dass die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden.“<span id="more-9659"></span></p>
<p><b>puls.: „Wie ist der Rücklauf?“<br />
</b>A. S. A.: „Meistens haben wir einen sehr guten Rücklauf. Das ist gut, weil die Zahlen dann statistisch belastbar sind.<br />
Bei einigen Blockpraktika, die in den Lehrkrankenhäusern sind,  ist der Rücklauf teilweise recht schlecht.“</p>
<p><b>puls.: </b><b>„Wo findet man auf OLAT die „Ergebnisse der studentischen LehrEvaluierung des Studiengangs Humanmediziner“?“<br />
</b>A. S. A.: „Um auf die <a href="https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/url/RepositoryEntry/1770618882">Ergebnisse der studentischen Lehr-Evaluierung (in OLAT)</a> zugreifen zu können, muss man sich über &#8220;Zugang&#8221; (linke Navigationsleiste in OLAT) anmelden.<br />
Die studentischen LehrEvaluierungen des humanmedizinischen Studiengangs finden Sie geordnet nach den curricularen Semestern.<br />
Es werden ausschließlich die zusammenfassenden Evaluierungen der Pflichtveranstaltungen dargestellt, d.h. es werden die Gesamtkurs-Evaluierungen und nicht die personalisierten Ergebnisse dargestellt.“</p>
<p><b>puls.: „Wie sind die Ergebnisse geordnet? Gibt es ein Ranking?“<br />
</b>A. S. A.: „Nein, es gibt kein Ranking.<b> </b>Die für die studentische Evaluierung ermittelten Ergebnisse werden auf der Lernplattform <a href="https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/url/RepositoryEntry/1770618882">OLAT</a> und in der Mitarbeiterzeitschrift des Klinikums <a title="Synapse: Lehr-Evaluierung" href="http://www.kgu.de/presse/publikationen/synapse-mitarbeiter-newsletter.html" target="_blank">„Synapse“ </a>veröffentlicht. Dabei werden die Ergebnisse nicht nach einem Ranking, sondern dem Muster des Curriculums gemäß angeordnet. Damit wird der Problematik Rechnung getragen, dass sich theoretische bzw. patientenferne Fächer bei der Bewertung durch die Studierenden klar im Nachteil befinden.“</p>
<p><b>puls.: „Welche Folgen haben die Ergebnisse?“<br />
</b>A. S. A.: „Vom Gesamtbudget für Forschung und Lehre aus Landesmitteln fließen 80% in den Sockelbetrag der Zentren, 16% in die Evaluierung der Forschung und  4% in die Evaluierung der Lehre. Die studentischen Ergebnisse sind dabei ein Bestandteil der Berechnungen der LeistungsOrientierten Mittelvergabe (LOM). Die aus den verschiedenen Anteilen berechneten Punktwerte (=finanzielle Mittel) der LOM Lehre werden an die Lehreinrichtungen überwiesen. Die LOM setzt sich zu 45% aus der studentischen LehrEvaluierung und zu 55%  aus den IMPP-Ergebnisse, den Lehrleistungen im Wahlfach der Vorklinik, den Promotionen und Publikationen zusammen. In unserem Fachbereich hat die Evaluierung also direkte Auswirkungen auf die LOM.<i> </i>Außerdem kann es sein, dass bei einem schlechten Ergebnis die Dozenten zum Gespräch einbestellt werden, um zu überlegen, was verbessert werden könnte. Die Evaluierung der Lehrveranstaltungen ist bei uns sowohl von Lehrenden als auch von Studierenden akzeptiert. In Zukunft soll die Online-Evaluierung flächendeckend für alle Pflichtlehrveranstaltungen eingeführt werden.“</p>
<p>puls. dankt Herrn Dr. Anwar Syed Ali für das interessante Interview.</p>
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		<title>Interview mit Herrn Dr. Ebert &#8211; Frankfurter Arbeitsstelle für Medizindidaktik (FAM): Medizindidaktik &#8211; für Lehrende und studentische Tutoren</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[puls.: Herr Dr. Ebert, was verbirgt sich hinter der „Frankfurter Arbeitsstelle für Medizindidaktik“ (FAM)?“ T. E.: „Wir bieten allen Lehrenden am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität ein praxisnahes didaktisches Weiterbildungsangebot an. Die Professionalisierung der medizinischen Lehre durch eine strukturierte und zertifizierte &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/interview-mit-herrn-dr-ebert-frankfurter-arbeitsstelle-fur-medizindidaktik-fam-medizindidaktik-fur-lehrende-und-studentische-tutoren">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><b>puls.: Herr Dr. Ebert, was verbirgt sich hinter der „Frankfurter Arbeitsstelle für Medizindidaktik“ (FAM)?“<em></em></b></strong><br />
T. E.: „Wir bieten allen Lehrenden am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität ein praxisnahes didaktisches Weiterbildungsangebot an. Die Professionalisierung der medizinischen Lehre durch eine strukturierte und zertifizierte didaktische Weiterbildung für Lehrende ist eine Forderung des Wissenschaftsrats, der Kultusminister- und die Hochschulrektorenkonferenz und des Medizinischen Fakultätentags. Für die Frankfurter Medizin-Habilitanden ist der Besuch solcher Weiterbildungsangebote mittlerweile sogar verpflichtend. Ich koordiniere diese Arbeit und bin auch selbst als Dozent aktiv.“</p>
<p><strong><b>puls.: „Wie sind Sie als Pädagoge in die Medizindidaktik geraten?“</b></strong><br />
T. E.: „Durch Zufall. Ich habe in Marburg am Fachbereich Erziehungswissenschaften in der AG Methoden &amp; Evaluation gearbeitet. Dann habe ich mich auf die Stelle in der FAM beworben, weil es sich interessant anhörte und ich im Vorfeld schon Erfahrungen in der Erwachsenenbildung und der allgemeinen Hochschuldidaktik gesammelt habe.“</p>
<p><strong><b>puls.: „Welche spezifischen Eigenschaften hat die Medizindidaktik, wo sehen Sie die Unterschiede zur Pädagogik?“</b></strong><br />
T. E.: „Die Denk- und Vorgehensweise ist ganz anders: In der Medizin denkt man sehr anwendungsorientiert. Die Dozenten erwarten klare Leitlinien und Rezepte, die sie am nächsten Tag direkt anwenden können. Das hat sicherlich mit der Arbeitsstruktur in der Medizin zu tun, dass die Pädagogik-Fortbildung und die vermittelten Methoden in die enge Taktung zwischen Krankenversorgung, Forschung und Lehre passen müssen.<br />
Diese direkte Herangehensweise ist ganz anders als in der Pädagogik, wo es oft viele „richtige“ Antworten gibt und nicht ein „richtig“ und ein „falsch“.<br />
<strong><br />
<b>puls.: „Was macht gute Lehre aus?“</b></strong><br />
T. E.: „Begeisterung! Die eigene Begeisterung und die Fähigkeit, in anderen auch diese Begeisterung zu wecken. Und die Fähigkeit, die Lernenden zu motivieren, selbständig weiter zu arbeiten und sich auch mit ungeliebten Themen zu beschäftigen.“<span id="more-9586"></span></p>
<p><strong><b>puls.: „Mittlerweile müssen Habilitanden als Pflichtveranstaltung ein Pädagogik-Modul belegen. Wie umfangreich ist es?“</b></strong><br />
T. E.: „Das fing 2011 mit einem Basis-Kurs an und wurde dann immer weiter aufgebaut: 2012 waren es der Basis-Kurs und zwei Aufbaukurse, jetzt sind wir schon bei drei Aufbaukursen. 2015 sind es dann insgesamt fünf Kurse, was 120 Unterrichtseinheiten entspricht. Dafür gibt es dann das „Zertifikat für Medizindidaktik<i>“.<br />
</i>Außerdem müssen alle neu eingestellten Ärzte und wissenschaftlichen Mitarbeiter, die gemäß der Hessischen Lehrverpflichtungsverordnung zur curricularen studentischen Lehre verpflichtet sind, den Basiskurs besuchen.“</p>
<p><strong><b>puls.: „Welche Inhalte vermitteln Sie in den Kursen und wer sind die Dozenten?“</b></strong><br />
T. E.: „Im Basiskurs vermitteln wir vor allem, dass Lernziele, eingesetzte Methoden und die Prüfung aufeinander abgestimmt werden müssen. Ein Beispiel: Wenn man praktische Fertigkeiten vermittelt, kann man dieses Wissen nicht mit einem MC-Test abfragen. Das ergibt keinen Sinn.<br />
Wir geben den Kursteilnehmern nicht nur das theoretische Knowhow, sondern lassen sie viele Methoden im Kurs auch selbst durchführen.<br />
Dazu gehört noch, dass sie als Nachbereitung in Zweierteams ein kollegiales Coaching durchführen, also sich gegenseitig hospitieren, Feedback geben und ihre eigene Lehre reflektieren.</p>
<p>Unsere Dozenten treten bei den Fortbildungen immer als Tandem auf:<br />
Ein Pädagoge und ein Arzt. Zu den Dozenten gehören Frau Sennekamp und ich als Pädagogen, verschiedene Ärzte, die sich für Lehre begeistern und externe Dozenten. Manche davon haben den Studiengang „Master of Medical Education (MME) absolviert.<br />
Manche unserer Dozenten kommen aus Marburg, denn mit dem Marburger Fachbereich arbeiten wir eng zusammen und tauschen Erfahrungen und Dozenten aus.“<br />
<strong><br />
<b>puls.: „Können Sie ein Beispiel für eine Methode, die schnell gelernt und umgesetzt werden kann, vorstellen?“ </b></strong><br />
T. E.: „Eine Methode, die sich schnell umsetzen lässt, ist z. B. die Buzz-Group, die „Murmelgruppe“. Das heißt, dass Teilnehmer sich zu einem Thema oder eine Fragestellung zwei Minuten lang mit ihrem Nachbarn austauschen.<br />
Erst danach werden die Ideen in der ganzen Gruppe gesammelt.<br />
Das ist eine effektive Form der Ideensammlung, für erste Diskussionen und senkt die Hemmschwelle, sich später in der Gruppendiskussion zu beteiligen.</p>
<p>Eine andere Methode zur Aktivierung innerhalb einer Gruppe sind einfache Namensschilder.<br />
Wir benutzen in unseren Seminaren immer sehr einfache Namensschilder aus Krepp-Klebeband. Durch Namensschilder treten die Personen in einer Gruppe aus der Anonymität und bringen sich aktiver ein. Und Krepp-Namensschilder sind preiswert und schnell hergestellt. So eine Kleinigkeit führt oft schon zu besserer Gruppenarbeit.“<br />
<strong><br />
<b>puls.: „Wie reagieren die Habilitanden auf diese Pflichtkurse?“</b></strong><br />
T. E.: „Habilitanden sind meist schon seit Jahren in der Lehre tätig und wirklich erfahren. Aber oft bedanken sie sich später bei uns, dass sie neue Methoden gelernt und in den Kursen dann auch erfolgreich angewendet haben.<br />
Wir wollen ja nicht die Leute und ihre Lehre umkrempeln, sondern ihnen einfach nützliche Hilfestellungen anbieten, die sie einfach und schnell umsetzen können.<br />
Ich freue mich immer, wenn ich später eine Mail bekomme, in der sich ein Kursteilnehmer bedankt: Er hätte etwas aus dem Kurs ausprobiert und es hat gut geklappt. Das Feedback, dass die Kursteilnehmer etwas mitgenommen haben, ist für uns sehr befriedigend.<br />
Noch sind nicht alle Habilitanden über unsere Angebote informiert, manche sind richtig überrascht, dass sie die Kurse absolvieren müssen. Sowohl die Verpflichtung als auch die immanenten Karriere-Vorteile des Zertifikats für die Hochschullehre wollen wir in Zukunft noch besser kommunizieren.“</p>
<p><strong><b>puls.: „Seit Kurzem bieten Sie auch Medizindidaktik-Kurse für studentische Tutoren an. Wie ist es dazu  gekommen?“</b></strong><br />
T. E.: „Die Studierenden selbst sind auf uns zugekommen. Es ist ein freiwilliges Angebot, aber die Studierenden sind daran interessiert. Wir bieten es jetzt am 09./10.05.2014 schon zum 2. Mal an!<br />
Im Moment sind noch Plätze frei, hier geht es zur <a title="Studium digitale: Tutoren-Training" href="http://anmeldung.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/fam/" target="_blank">Anmeldung</a>:</p>
<table width="594" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" align="left">
<tbody>
<tr>
<td>„Didaktiktraining für studentische Tutoren</td>
<td>9./10. Mai 2014</td>
<td>Westend SP 2.04“</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Um die Inhalte auf die Bedürfnisse der Tutoren auszurichten, haben wir sie vorher mittels Survey gefragt, was sie brauchen.<br />
Die Fortbildung wird über Gelder finanziert, die wir von „Starker Start ins Studium“ einwerben konnten. Unsere Veranstaltungen finden auf anderen Campus statt &#8211; etwa im Westend &#8211; damit wir aus dem Klinikalltag herauskommen.“</p>
<p>puls. dankt Herrn Dr. Ebert für das begeisternde Interview!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer soll den Ars legendi-Lehrpreis 2014 erhalten?</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/wer-soll-den-ars-legendi-lehrpreis-2014-erhalten</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jan 2014 10:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Lehre soll belohnt werden! Darum gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Lehrpreisen. Ein besonders wichtiger und hoch dotierter Preis ist der “Ars legendi“-Lehrpreis des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und des MFT (Medizinischer Fakultätentag). „Ars legendi“ bedeutet „Die &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/wer-soll-den-ars-legendi-lehrpreis-2014-erhalten">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Lehre soll belohnt werden!<br />
Darum gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Lehrpreisen.<br />
Ein besonders wichtiger und hoch dotierter Preis ist der “Ars legendi“-Lehrpreis des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und des MFT (Medizinischer Fakultätentag).<br />
„Ars legendi“ bedeutet „Die Kunst des Lesens“  - im Sinne einer Vorlesung, wohlgemerkt.</p>
<p>Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Medizin wird für außergewöhnliche Lehrleistungen in der Humanmedizin und Zahnmedizin verliehen.</p>
<p>Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre unterstreichen und Signale setzen:</p>
<ul>
<li>für die Qualität der Lehre als ein zentrales Exzellenzkriterium für Medizinische Fakultäten und Fachbereiche und</li>
<li>als ein strategisches Ziel des Qualitätsmanagements profiliert werden.<span id="more-9374"></span></li>
</ul>
<p>Der Preis wird vergeben für die Entwicklung, Implementierung und Durchführung von Curricula oder curricularen Elementen (Lehrveranstaltungen).</p>
<p>Die Anforderungen an die Kandidaten sind hoch, sie müssen verschiedene Kriterien erfüllen (s. Ausschreibung).</p>
<ul>
<li>die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien;</li>
<li>die Entwicklung und Implementierung innovativer Prüfungsmethoden;</li>
<li>die Entwicklung und Umsetzung neuartiger Beratungs- und Betreuungskonzepte;</li>
<li>sonstige Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre (z. B. in der Qualitätssicherung)</li>
</ul>
<p>Wer darf Vorschläge einreichen?</p>
<ul>
<li>Fakultäten der Fächer Medizin und Zahnmedizin</li>
<li>Fachschaften der Fächer Medizin und Zahnmedizin vergeben</li>
<li>Eigenbewerbungen sind zulässig.</li>
</ul>
<p>Die Bewerbungsfrist endet am 21. März 2014.<br />
Weitere Informationen finden Sie in dem anliegenden pdf.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lehre: Interview mit Herrn Prof. Dr. Klingebiel</title>
		<link>http://puls.meertext.eu/lehre-interview-mit-herrn-prof-dr-klingebiel</link>
		<comments>http://puls.meertext.eu/lehre-interview-mit-herrn-prof-dr-klingebiel#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2014 07:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Wurche]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Famulatur]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[PJ]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. med. Thomas Klingebiel ist der Direktor und Lehrbeauftragter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Darüber hinaus ist er als Prodekan Mitglied des Fachbereichsvorstands und für die Forschung zuständig. puls.: „Herr Prof. Klingebiel, Sie sind sowohl der Direktor als &#8230; <a href="http://puls.meertext.eu/lehre-interview-mit-herrn-prof-dr-klingebiel">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. med. Thomas Klingebiel ist der Direktor und Lehrbeauftragter der <a title="Klinik für Kinder- und Jugendmedizin" href="http://www.kgu.de/fachkliniken/zentrum-fuer-kinder-und-jugendmedizin/klinik-fuer-kinder-und-jugendmedizin/klinik-fuer-kinder-und-jugendmedizin.html" target="_blank">Klinik für Kinder- und Jugendmedizin</a>. Darüber hinaus ist er als Prodekan Mitglied des Fachbereichsvorstands und für die Forschung zuständig.</p>
<p><strong>puls.: „Herr Prof. Klingebiel, Sie sind sowohl der Direktor als auch der Lehrbeauftragte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Diese Doppelfunktion ist ungewöhnlich. Warum haben Sie sich dafür entschieden?“</strong><br />
T. K.: „Als ich hier vor 13 Jahren anfing, wollte niemand das Amt des Lehrbeauftragten übernehmen. Darum habe ich es dann selbst gemacht – seitdem haben wir die Ausbildung für die Kinderheilkunde vollständig reformiert und im November 2006 dann auch den Preis für Exzellente Lehre dafür erhalten. Seitdem arbeite ich im Bereich Lehre eng mit Herrn Dr. Wittekindt zusammen, er nimmt mittlerweile die wesentlichen Aufgaben des Lehrbeauftragten wahr.<br />
Lehre ist wichtig, sie sollte auch an der Spitze des Instituts beheimatet sein!“.</p>
<p><strong>puls.: „Warum haben Sie sich für noch nicht erwachsene Patienten  entschieden?<br />
Was ist das Besondere an der Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen als Patienten?“</strong><br />
T. K.: „Ich habe eine Ausbildung in der Pathologie gemacht, speziell in der Pädo-Pathologie. Das hat mein Interesse geweckt und ich ging dann weiter in die Kinder-Onkologie. Ich habe 1980 mein Examen gemacht, in den 80-er und 90-er Jahren kam es in der Kinderheilkunde zu faszinierenden Umwälzungen und neuen Erkenntnissen: Auf einmal wurden Krankheiten, die bis dahin unheilbar waren, heilbar!<br />
Dieser medizinische Fortschritt innerhalb relativ kurzer Zeit war faszinierend!<span id="more-9354"></span></p>
<p>Was mich an der Kinderheilkunde damals und auch heute noch beeindruckt, war und ist der unmittelbare Zugang zum Patienten. Mein damaliger Chef hatte sich nämlich dafür eingesetzt, mit den krebskranken Kindern direkt zu sprechen. Das machte man damals noch nicht. Das war der Abschied vom paternalistischen Arztbild.<br />
Es war eine ungeheuer aufregende Zeit – die medizinischen Fortschritte und die neuartige Patientenkommunikation.“</p>
<p><strong>puls.: „Was genau hat den medizinischen Fortschritt damals ausgemacht? Waren es neue Medikamente oder Technologien?“</strong><br />
T. K.: „Krebs wurde damals heilbar durch die Kooperation auf breiter nationaler Ebene und den Aufbau von Klinik-Netzwerken in ganz Deutschland!<br />
Therapien und Therapieerfolge wurden evidenzbasiert dokumentiert und kommuniziert, so dass alle auf diese Erfahrungen zurückgreifen konnten. Man beharrte nicht mehr darauf, auf der eigenen Station nach eigenen Vorstellungen zu behandeln, sondern versuchte die Optimierung der Therapie durch konsequente Kommunikation untereinander. In ganz Deutschland gab es Schwerpunkte für Krankheiten, in denen Spezialwissen vorhanden war. Krebserkrankungen bei Kindern gehören zu den seltenen Krankheiten, die kann man nur dann erfolgreich behandeln, wenn man sich zusammenschließt.</p>
<p>Das Behandlungsprinzip der Therapie-Optimierung durch nationale Protokolle hat in der pädiatrischen Onkologie den Durchbruch gebracht!<br />
Nicht die Entwicklung neuer Medikamente oder Technologie, sondern die konsequente Kommunikation und der Austausch. Auch wenn ich ausländische Delegationen berate, gebe ich ihnen diese Empfehlung zur Kommunikation. Und meistens ist das auch genau der Punkt, der noch nicht optimal umgesetzt wird.</p>
<p>Diese Kommunikation ist gerade innerhalb der Pädiatrie entscheidend – nur interdisziplinäre Arbeit führt zur Heilung. Pädiater, Chirurgen, Strahlentherapeuten und viele andere Ärzte müssen hier sehr eng zusammen arbeiten. Die pädiatrische Onkologie ist sehr stark evidenzbasiert, die Therapien sind standardisiert – ohne den Patienten dabei aus den Augen zu verlieren.“</p>
<p><strong>puls.: „Was erwartet einen PJ-ler in der Kinderklinik?“</strong><br />
T. K.: „PJ-ler werden überwiegend von den Stations- und Oberärzten betreut, sie sind natürlich auch bei der Visite dabei. Sie erledigen Aufgaben, die sie allein bewältigen können und nehmen allgemein am Stationsalltag teil – dazu gehören auch Tätigkeiten wie Blutabnehmen oder Punktionen unter der nötigen Supervision.<br />
Außerdem haben wir noch spezifische Unterrichtsveranstaltungen für PJ-ler:</p>
<ul>
<li>Mittagsbesprechung</li>
<li>Freitags-Röntgenbesprechung</li>
<li>Dienstags: Neo-Visite auf der 14-2 (Prof. Schlößer)</li>
<li>Dienstags: Hämatologie-Onkologie (Dr. Bochennek)</li>
<li>Donnerstags: Fallseminar (Prof. Bader)</li>
<li>Ab Ende März: Journal-Club alle 2 Wochen (Prof. Klingebiel)</li>
<li>1 x pro Tertial: Notfall &#8211; und Reanimationsübung am Simulator (B. Wittekindt)</li>
<li>Für die gesamte Uniklinik macht Herr Prof. J. Schulze ein Fallseminar, an dem auch die PJ-ler teilnehmen können.</li>
</ul>
<p>Das PJ-Logbuch für die Kinderklinik ist fertig und wird bereits ausgegeben.<br />
<a href="http://puls.meertext.eu/wp-content/uploads/2014/01/PJ_Logbuch_Uni_17_01_2014.pdf">(pdf: PJ_Logbuch_Uni_17_01_2014</a>).<br />
Dazu bekommen unsere PJ-Kandidaten und alle anderen Studierenden eine umfassende Unterweisung mit allgemeinen Verhaltensregeln. Dabei geht es um Verhalten am Patienten-Bett, Datenschutz und Schutz der Persönlichkeitsrechte, Hygiene-Vorschriften und das korrekte Verhalten gegenüber Patienten und Angehörigen. Außerdem müssen PJ-ler den Anweisungen des gesamten medizinischen Personals, also auch des Pflegpersonals, auf der Station Folge leisten. Genaue Abgrenzungen sind wichtig zur Vermeidung von Behandlungsfehlern, bei denen Studenten beteiligt sind und zur Erhöhung der Patientensicherheit im Universitätsklinikum.&#8221;</p>
<p><strong>puls.: „Zurzeit gibt es eine heftige Diskussion darüber, wie viel Verantwortung PJ-ler übernehmen dürfen oder sollen. Der Tod eines Säuglings durch einen Behandlungsfehler eines PJ-Studierenden hatte diese Diskussion ausgelöst.<br />
Wie viel Verantwortung tragen Ihre PJ-ler?“</strong><br />
T. K.: „Daraufhin haben wir natürlich auch noch einmal diskutiert…<br />
Zunächst einmal dürfen PJ-ler gar nicht intravenös spritzen.<br />
Dann haben wir jetzt unterschiedliche IV und Oral-Zugänge, so dass solche Verwechslungen völlig ausgeschlossen sind. Das war ein zusätzlicher Aufwand, aber wir halten es für wichtig.<br />
In der Unterweisung sagen wir noch einmal sehr deutlich, wo die Handlungsspielräume der PJ-ler enden. Diese Unterweisung wird bald auch als Handreichung schriftlich ausgegeben, sie ist gerade noch in der Abstimmung.“</p>
<p><strong>puls.: „Was empfehlen Sie Studierenden  für ein erfolgreiches PJ?“</strong><br />
T. K.: „Ich empfehle: Denken angewöhnen! Wenn man auf ein Problem oder eine Frage stößt, sollte man auch die Antwort darauf suchen. Dabei kann es sich um eine Krankheit handeln, von der man noch nie gehört hat, oder ein Verfahren. Oft kann man nicht sofort nach der Lösung suchen, dann muss man sich vielleicht eine kleine Notiz machen und der Frage später auf den Grund gehen.<br />
Man muss eine Kultur des ständigen Lernens entwickeln!<br />
Das sage ich auch immer in den Vorlesungen oder bei Visiten.“</p>
<p><strong>puls.: „Was halten Sie von Studientag und PJ-Aufwandsentschädigung, und welche Möglichkeiten haben PJ-ler zum selbständigen Lernen in der Kinderklinik?“</strong><br />
T. K.: „Das Dekanat wird die Regelung zum Studientag und zur Aufwandsentschädigung demnächst bekannt geben.<br />
Grundsätzlich haben wir in der Kinderklinik leider zu wenige Räume, die auch den PJ-lern zur Verfügung stehen. Dieses Manko konnten wir bisher nicht beheben, fast alle Räume sind ohnehin schon mehrfach belegt. Eigentlich bräuchten wir ein neues, größeres Gebäude…<br />
Von dem Lehrpreis haben wir zumindest eine Bibliothek einrichten können, so dass die PJ-ler dort in Ruhe lernen können. Durch den neuen Forschungsbau bekommen wir etwas Platz dazu, da wird zum Beispiel ein Seminarraum eingerichtet.“</p>
<p><strong>puls.: „Herr Prof. Klingebiel, Sie sind als Prodekan für die Forschung an unserem Fachbereich zuständig und damit auch für Promotionen. Wann ist die richtige Zeit im Medizinstudium für eine Promotion?“</strong><br />
T. K.: „Die Promotion ist wichtig, damit die Studierenden ihre Begeisterung für Forschung entdecken können. Das Dekanat bemüht sich, sinnvolle Promotionen im Studium weiterhin zu ermöglichen. Eine Promotion im Bereich Medizin kann eigentlich nur während des Studiums stattfinden, später geht es kaum noch. Für den Arzt in seiner Praxis ist es nahezu unmöglich.<br />
Wir unterstützen sie dabei mit dem Promotionskolleg, das sehr gut angenommen wird. Mit der Promotionsvereinbarung kommt eine Planungssicherheit für den Studierenden und den Betreuer hinzu, darin werden Thema, Umfang und Zeitraum präzise festgelegt. Zur finanziellen Absicherung kommt noch das Promotionsstipendium dazu, das je zur Hälfte vom Dekanat und der betreuenden Einrichtung aufgebracht wird. Dann kann der Promotionskandidat ein Freisemester nehmen, um den größten Teil der Arbeit fertigzustellen. Bisher hat sich dafür das 6. Semester angeboten, mit der neuen ÄAppO haben wir noch zu wenig Erfahrung.<br />
Außerdem planen wir zurzeit einen Science-Day zur besseren Information: Dabei sollten etwa die Sonderforschungsbereiche und Verbundprojekte sich und  die Promotionsmöglichkeiten vorstellen. Gleichzeitig sollen Studierende hier Postervorstellungen u. a. üben können.“</p>
<p><strong>puls.: „Was wünschen Sie sich von Doktoranden?“<br />
</strong>T. K.: „Interesse, Flexibilität, Neugier und Eigenverantwortung.“<br />
<strong><br />
puls.: „Welche Motivation treibt Sie an,  sich in der Lehre zu engagieren?“<br />
</strong>T. K.: „Ich möchte das Wissen in Vorlesungen und Visiten weitergeben und prägend meine Vorstellung von Medizin und Arzt-Sein weitergeben!“</p>
<p>puls. dankt Herrn Prof. Dr. Klingebiel für das interessante Interview!<br />
Zum Science-Day gibt es weitere Informationen, sowie die Planung dazu vorangeschritten ist.<br />
Auch die wichtigen Informationen zum PJ veröffentlichen wir, sowie eine Entscheidung gefallen ist.</p>
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